Beiträge/ThemenGemeindeTriangel

Wie teuer wird der Bewe­gungs­park tatsächlich?

Die Kos­ten­ent­wick­lung des Bewe­gungs­parks Tri­an­gel als neus­tes Pres­ti­ge­pro­jekt kennt offen­bar keine Gren­zen. Im Januar 2025 wur­den zunächst 24.000 Euro in den Haus­halt ein­ge­stellt – voll­stän­dig gegen­fi­nan­ziert über das LEA­DER-För­der­pro­gramm. Hinzu kamen 6.000 Euro aus dem Bud­get des Orts­ra­tes Tri­an­gel. Gesamt­vo­lu­men: 30.000 Euro.

Bereits im August 2025 waren dar­aus plötz­lich 100.000 Euro gewor­den. Im August 2026 folgte die nächste Kos­ten­ex­plo­sion: rund 182.000 Euro Bau­kos­ten nach Kal­ku­la­tion eines Pla­nungs­bü­ros zuzüg­lich etwa 26.000 Euro Pla­nungs­kos­ten. Damit liegt das Pro­jekt mitt­ler­weile bei mehr als 200.000 Euro – unge­fähr dem Sie­ben­fa­chen der ursprüng­li­chen Summe.

Und noch immer ist nicht klar, wie hoch der end­gül­tige Eigen­an­teil der finan­zi­ell ange­schla­ge­nen Gemeinde tat­säch­lich aus­fal­len wird. Denn auch die hor­ren­den Mehr­kos­ten kön­nen bis­lang nicht abschlie­ßend bezif­fert werden.

Dabei stellt sich eine grund­sätz­li­che Frage: Braucht unsere Gemeinde wirk­lich eine zweite Boule-Bahn und den Bewe­gungs­park? Theo­re­tisch hätte es ein Spiel­platz getan, aber Spiel­plätze sind nicht för­der­fä­hig. Die vor­ge­legte Pla­nung lässt jedoch nur einen gerin­gen tat­säch­li­chen Spiel­wert für Kin­der erwar­ten. Statt­des­sen wurde das Vor­ha­ben immer grö­ßer und teu­rer. Ein Pres­ti­ge­pro­jekt für das die Erd­ar­bei­ten sym­bol­träch­tig unbe­dingt vor der Kom­mu­nal­wahl gestar­tet wer­den müs­sen (Bei­trags­bild). Es zeigt auch, dass CDU, Grüne und SPD den Blick für das Wesent­li­che ver­lo­ren haben. 

Spen­den­an­nahme bedenklich

Der Gemein­de­rat hat in sei­ner Sit­zung am 27. August 2026 wie­der mit den Stim­men von CDU, Grü­nen und SPD auch die Annahme von Spen­den im Zusam­men­hang mit die­sem Pro­jekt beschlos­sen. Damit soll der Kos­ten­an­teil der Gemeinde redu­ziert wer­den. Die Spen­den ändern jedoch nichts daran, dass das Gesamt­pro­jekt inzwi­schen völ­lig aus dem finan­zi­el­len Rah­men gelau­fen ist.

Unsere B.I.G.-Fraktion hat sich geschlos­sen ent­hal­ten. Nach unse­rer Auf­fas­sung ent­steht der Ein­druck, dass sich ein Spen­der mit sei­ner finan­zi­el­len Unter­stüt­zung poli­ti­schen Ein­fluss und für ihn vor­teil­hafte Abstim­mun­gen erkauft haben könnte. Spen­den dür­fen poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen nicht beein­flus­sen. Ent­schei­dend müs­sen allein Nut­zen, Wirt­schaft­lich­keit und das Inter­esse der gesam­ten Gemeinde sein.

För­der- und Spen­den­gel­der sind kein Frei­brief für ein maß­los über­teu­er­tes Prestigeprojekt.

2026Banner_Gemeinde

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg