Montag, 13. Apr. 26
Beiträge/ThemenLandkreisWesterbeck

Per­sön­li­cher Aus­tausch mit Land­rat Phil­lip Raulfs

Am Don­ners­tag, den 09. April 2026, habe ich als Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ter eine Ein­la­dung von Land­rat Phil­lip Raulfs (SPD) zu einem per­sön­li­chen Aus­tausch ange­nom­men. Das Gespräch ver­lief in einer sehr freund­li­chen, offe­nen, kon­struk­ti­ven und gegen­sei­tig wert­schät­zen­den Atmo­sphäre. Wir haben schnell fest­ge­stellt, dass wir in vie­len Punk­ten gar nicht so weit aus­ein­an­der­lie­gen – im Gegen­teil: Es gab zahl­rei­che inhalt­li­che Über­ein­stim­mun­gen. Noch vor den Som­mer­fe­rien wer­den wir daher einen Fol­ge­ter­min vereinbaren.

Natür­lich habe ich den Ter­min genutzt, um einige mei­ner „Lieb­lings­the­men“ anhand kon­kre­ter Bei­spiele aus Wes­ter­beck anzu­spre­chen:

🚌 ÖPNV

Ein zen­tra­les Thema war erneut der ÖPNV, in dem mir ins­be­son­dere die Schü­ler­be­för­de­rung seit Jah­ren beson­ders am Her­zen liegt. Kon­kret ging es u.a. um die Lini­en­füh­rung der Bus­li­nie 173 in Wes­ter­beck.

Nach der Sanie­rung der Orts­durch­fahrt wird die soge­nannte „Wes­ter­be­cker Schleife“ durch die Orts­mitte auf allei­nige Ent­schei­dung der VLG nicht mehr bedient. Statt die mit Steu­er­gel­dern moder­ni­sier­ten bar­rie­re­freien Bus­hal­te­stel­len zu nut­zen, müs­sen Fahr­gäste nun wie­der an der Straße aussteigen.

Trotz einer ein­stim­mi­gen Reso­lu­tion des Gemein­de­ra­tes bleibt die VLG bei ihrer Posi­tion. Ich habe dem Land­rat diese Reso­lu­tion – wie zuvor bereits dem Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den Dr. Dun­cker – mit der Bitte um Unter­stüt­zung über­ge­ben. Als Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der VLG sagte der Land­rat eine kurz­fris­tige Prü­fung zu.

🚸 Ver­kehrs­recht­li­che Anordnungen

Ein wei­te­res Thema war das restrik­tive Vor­ge­hen des Land­krei­ses bei ver­kehrs­recht­li­chen Anord­nun­gen, das Bür­ger und Kom­mu­nen immer wie­der bekla­gen – sei es bei Maß­nah­men zur Ver­kehrs­be­ru­hi­gung oder zur Schul­weg­si­che­rung.

Mein Anlie­gen ist klar: Anträge der Kom­mu­nen soll­ten nur dann abge­lehnt wer­den, wenn zwin­gende recht­li­che Hür­den ent­ge­gen­ste­hen. Bei Ermes­sens­ent­schei­dun­gen sollte die Ein­schät­zung der Kom­mune stär­ker berück­sich­tigt wer­den, denn sie kennt die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten am bes­ten. Die jüngste Ände­rung der StVO eröff­net aus­drück­lich die Mög­lich­keit für ein Umden­ken. Die­ses Thema wird auch in der Sit­zung des Kreis­ta­ges am 15. April 2026 beraten.

Als Bei­spiel habe ich die bean­tragte Errich­tung eines Zebra­strei­fens in der Wes­ter­be­cker Orts­mitte genannt, des­sen Geneh­mi­gung durch den Land­kreis wei­ter­hin aus­steht. Hier hat der Land­rat eine Über­prü­fung und eine zeit­nahe Ent­schei­dung zugesagt.

🏘️ Bau­recht­li­che Geneh­mi­gung für die neue Orts­mitte Westerbeck

Auch die geplante Neu­ge­stal­tung der Wes­ter­be­cker Orts­mitte war Thema. Beim Neu­bau eines Wohn‑ und Geschäfts­hau­ses sol­len u. a. neue Räum­lich­kei­ten für die Haus­arzt­pra­xis und die Apo­theke entstehen.

Mir ist seit 2018 beson­ders wich­tig, dass dort auch ein klei­ner Treff­punkt ent­steht – ein Café oder eine Eis­diele, die das Dorf­le­ben bele­ben. Wir waren uns einig, dass ein sol­cher Ort für ein attrak­ti­ves und leben­di­ges Wes­ter­beck not­wen­dig ist.

Andreas Kau­t­zsch

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Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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