GS Westerbeck - 40.000 Euro Mehrkosten
Es geht schon wieder los! Der Schock um die anfallenden Kosten zur Erweiterung und Sanierung der Westerbecker Grundschule in Höhe von bisher 9,5 Millionen Euro ist noch nicht überstanden und es drohen schon weitere Mehrkosten von bis zu 40.000 Euro durch die Gestaltung der Fassade.
Hierzu ist erst einmal anzumerken, dass von dem ursprünglichen Siegerentwurf (Betragsbild) fast nichts mehr übrig geblieben ist, wodurch sich das Erscheinungsbild des Gebäudes stark verändert hat. Beispielsweise wurde die Attika im Entwurf sehr schmal dargestellt.
Zur Realisierung kommt nun, auf mehrheitlichen Beschluss des Westerbecker Ortsrates (CDU/SPD), eine Attika mit einer Höhe von 2,50 m bis 4,10 m. aus Holz. Die Architektur des dann über 6 Meter hohen Gebäudes wirkt völlig anders und hat einen erheblichen Einfluss auf das Ortsbild. Es ist im Prinzip ein anderes Gebäude! In unserer Online-Umfrage haben sich mehr als 70 Prozent der Teilnehmer gegen diese Architektur ausgesprochen.
Die Mehrkosten von bis zu 40.000 Euro entstehen dadurch, dass die Holz-Fassade jetzt eine industrielle Farbbeschichtung mit "15 Jahren Garantie" bekommen soll. In der bisherigen Kalkulation war nur eine einfach Lasur enthalten. Unbekannt war zum Zeitpunkt des Beschlusses allerdings, für was es die "15 Jahren Garantie" gibt und welches Holz verwendet wird. Beste Voraussetzungen, dass das Projekt wieder ein "Erfolg" wird.
"Buntheit" gehört zum pädagogischen Konzept
Zum pädagogischen Konzept der Grundschule gehört die "Buntheit". Damit ist ziemlich sicher nicht nur die farbliche Gestaltung des Gebäudes und der Innenräume zur Orientierung der Schüler gemeint. "Buntheit" ist auch eine politische Ansage. Selbst die Grundschulen sind von politischer Einflussnahme nicht mehr geschützt.
Beitragsbilds und Ansicht des Gebäudes: © Kaufmann Theilig Partner Architekten
Bildnachweis © B.I.G.-Sassenburg
