Intensive Debatte um Ortsentwicklung
In den politischen Gruppierungen der Gemeinde gehen die Vorstellungen über die künftige Ortsentwicklung weit auseinander. Besonders absurd war der Antrag der Grünen-Fraktion, die Ortschaften einmalig um 1.000 Wohneinheiten wachsen zu lassen.
Ein solches Wachstum wäre völlig unrealistisch: weder Schulen noch Kitas, weder Verkehrsinfrastruktur noch soziale Einrichtungen könnten dieses riesige Wachstum auffangen. Wer solche Zahlen fordert, ignoriert schlicht die Realität vor Ort.
Der Bauausschuss hat nun beschlossen, gar keine Wachstumszahl festzulegen. Doch genau das wird der Regionalverband Braunschweig (RGB) nicht akzeptieren. Der RGB plant nämlich im neuen Raumordnungsprogramm eine deutliche Absenkung der Wachstumszahl – von derzeit 3,5 auf künftig 2,5 Wohneinheiten/Jahr pro 1.000 Einwohner.
Ohne einen realistischen Vorschlag aus der Sassenburg wird es zur Umsetzung der vom Verband vorgeschlagenen Zahl von 2,5 WE/Jahr kommen. Daher muss die unsinnige Entscheidung des Bauausschusses im Verwaltungsausschuss dringend korrigiert werden.
Unsere B.I.G.-Fraktion hat einen Antrag gestellt, die Wachstumszahl auf 5 Wohneinheiten/Jahr pro 1.000 Einwohner festzulegen. Damit reagieren wir auf die hohe Nachfrage nach Wohnraum, ermöglichen maßvolles Wachstum, sichern die Innenentwicklung und erhalten gleichzeitig den Charakter unserer Ortschaften. Es geht nicht um blindes Wachstum, sondern um eine realistische, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Entwicklung.
Bildnachweis © B.I.G.-Sassenburg
