Nächster Kostenschock bei der Grundschule Westerbeck
Kaum ist die Kommunalwahl gelaufen, folgt die nächste Hiobsbotschaft bei der Sanierung und Erweiterung der Grundschule Westerbeck. Schon die ersten Ausschreibungsergebnisse zeigen: Die Kosten laufen weiter aus dem Ruder.
Für den Containerbau (Beitragsbild KI-Animation), der während der Bauphase für rund ein Jahr als Ersatz für Klassenräume dienen soll, waren ursprünglich etwa 226.000 Euro eingeplant. Tatsächlich sollen nun deutlich mehr als 416.000 Euro fällig werden – eine Kostensteigerung von rund 84 Prozent!
Und das ist nur eines der ersten Ausschreibungsergebnisse. Was kommt bei den weiteren Gewerken noch auf die Gemeinde zu?
Wer stoppt diesen Kostenwahnsinn? Auch vom neuen Gemeinderat ist Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht zu erwarten, dass dieser Verantwortung übernimmt, konsequent kontrolliert und eine verbindliche finanzielle Grenze setzt.
Bereits die bisherige Entwicklung ist dramatisch:
- Dezember 2024: 5,6 Millionen Euro
- November 2025: 9,7 Millionen Euro
- August 2026: 10,6 Millionen Euro
Innerhalb von weniger als zwei Jahren haben sich die kalkulierten Gesamtkosten damit nahezu verdoppelt. Schon vor der nächsten Steigerung bewegte sich das Projekt finanziell in einem Bereich, in dem ein kompletter Neubau möglicherweise die wirtschaftlichere und nachhaltigere Alternative gewesen wäre. Dabei hätten auch bekannte und bislang unentdeckte Mängel des Altbaus vermieden werden können.
Unsere Forderung, das Budget verbindlich auf 9,7 Millionen Euro zu begrenzen und sämtliche Mehrkosten innerhalb des Projektes zu kompensieren, war daher mehr als berechtigt. Stattdessen wurde der Bauantrag bereits gestellt und der Gemeinderat vor eine „Friss-oder-stirb“-Entscheidung gesetzt.
Angesichts der desolaten Haushaltslage darf es kein unbegrenztes Nachschießen von Steuergeld geben.
Bildnachweis: ai generated image
