Windparks: Erste Planung muss überarbeitet werden
Der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) wird in der Sitzung der Verbandsversammlung am 11. Juni 2026 ab 17:30 Uhr im Kreishaus des Landkreises Wolfenbüttel die Ergebnisse der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung zu den geplanten Windenergie-Flächen beraten. Zudem steht die Entscheidung an, ob eine zweite Öffentlichkeitsbeteiligung notwendig wird.
Schon jetzt ist klar: Die erste Planung muss überarbeitet werden. Rund 4.000 Stellungnahmen – überwiegend von Privatpersonen – sind eingegangen. Viele davon waren nicht nur umfangreich, sondern inhaltlich so fundiert und berechtigt, dass der Regionalverband diese in seiner weiteren Planung berücksichtigen muss. Welche Auswirkungen es auf die einzelnen Flächen hat, wurde bisher noch nicht veröffentlich.
Worum ging es in den Stellungnahmen?
Die Kritikpunkte waren vielfältig und betreffen zentrale Aspekte der regionalen Planung:
- Doppelbelastung von Kommunen durch gleichzeitige Planungen für Solarfreiflächen und Windkraft
- Schutz von Vogelarten, insbesondere des Rotmilans wie in der Sassenburg
- Umzingelung von Gemeinden durch mehrere Windparks
- Abstände zu Siedlungen, die bei immer höheren Anlagen neu bewertet werden müssen
- Naturschutzgebiete, die durch die Planung berührt würden
Gerade in der Gemeinde Sassenburg lagen die vorgesehenen Flächen in unmittelbarer Nähe zum Europäischen Vogelschutzgebiet – eigentlich ein klares No-Go für solche Anlagen. Genau darauf haben wir als BIG-Fraktion in unserer Stellungnahme hingewiesen. Leider wollte sich der Sassenburger Gemeinderat diesem wichtigen Hinweis nicht anschließen. Hoffentlich wird dieser fachlich gut begründete und für unsere Gemeinde entscheidende Punkt im weiteren Verfahren die notwendige Beachtung findet.
Wir bleiben dran
Wir werden am 11. Juni 2026 selbstverständlich als Zuhörer an der Verbandsversammlung teilnehmen, um die Beratung und die weiteren Schritte genau zu verfolgen.
Bildnachweis © B.I.G.-Sassenburg

