Donnerstag, 23. Apr. 26
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Stra­ßen­bau­be­hörde in die Pflicht nehmen

Wer kennt das nicht? In den letz­ten Jah­ren muss­ten wir im Land­kreis Gif­horn erle­ben, wie weit Theo­rie und Pra­xis beim Stra­ßen­bau aus­ein­an­der­lie­gen. Die Pla­nun­gen der Stra­ßen­bau­be­hörde in Wol­fen­büt­tel wir­ken oft so, als wäre der Land­kreis Gif­horn weit weg - zu weit weg!

Das Ergeb­nis:
🔸 Umlei­tun­gen, die auf dem Papier funk­tio­nie­ren, aber im All­tag igno­riert wer­den
🔸 Schleich­ver­kehr durch Wohn­ge­biete
🔸 Über­las­tete Dorf­stra­ßen, die dafür nie gebaut wur­den
🔸 Chaos im Berufs­ver­kehr und mas­sive Belas­tun­gen für Anwohner

Stra­ßen­bau braucht Pla­nung – aber vor allem braucht er Pra­xis­nähe. Für unsere Dör­fer. Für unsere Men­schen. Für einen Land­kreis, der ernst genom­men wird. Und genau das for­dert der Land­kreis Gif­horn jetzt auf ein­stim­mi­gen Beschluss des Kreis­ta­ges von der Stra­ßen­bau­be­hörde in Wol­fen­büt­tel: Trans­pa­renz - Infor­ma­tion - Mit­ge­stal­tung bei der Vor­ha­ben auf Lan­des - und Bundestraßen!

Der Rede­bei­trag:

Sehr geehr­ter Herr Land­rat, sehr geehr­ter Herr Vor­sit­zen­der, sehr geehrte Zuhörer,

Stra­ßen­bau ist not­wen­dig. Doch was wir in den letz­ten Jah­ren bei gro­ßen Maß­nah­men in unse­rem Land­kreis erle­ben muss­ten, hat wenig mit vor­aus­schau­en­der Pla­nung und viel mit Rea­li­täts­ferne zu tun.

Wenn man sich die Pla­nun­gen der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­hörde für Stra­ßen­bau und Ver­kehr (NLStBV) in Wol­fen­büt­tel ansieht, beschleicht einen manch­mal das Gefühl: Der Land­kreis Gif­horn ist weit weg!

Es scheint genau die Distanz zu sein, um die kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen vor Ort – in unse­ren Dör­fern und auf unse­ren Kreis- und Gemein­de­stra­ßen – schlicht zu über­se­hen oder, schlim­mer noch, zu igno­rie­ren.

Wir erle­ben immer wie­der eine mas­sive Kluft zwi­schen dem Pla­nungs­schreib­tisch und der Rea­li­tät.  

Neh­men wir die Nega­tiv­bei­spiele: Die Umge­stal­tung der „Dra­gen­kreu­zung“ oder die Sper­run­gen auf der B4. Da wer­den Umlei­tungs­stre­cken aus­ge­wie­sen, die theo­re­tisch funk­tio­nie­ren, aber in der Pra­xis von den Ver­kehrs­teil­neh­mern schlicht­weg nicht akzep­tiert werden.

Offi­zi­elle Umlei­tun­gen, die so lang sind, dass der „Schleich­weg“ durch das nächste Wohn­ge­biet zur ver­meint­li­chen Ret­tung wird. Mas­sive Belas­tun­gen für Anwoh­ner in klei­nen Ort­schaf­ten, deren Stra­ßen nie für die­sen Durch­gangs­ver­kehr gebaut wur­den. Oft ent­steht ins­be­son­dere im Berufs­ver­kehr ein Verkehrschaos.

Mit dem vor­lie­gen­den Antrag beauf­tra­gen wir die Kreis­ver­wal­tung, die Ver­ant­wort­li­chen aus Wol­fen­büt­tel end­lich an den Tisch zu holen.

Wir wol­len bei­spiels­weise vor­her wissen:

  • Was ist bei den anste­hen­den Bau­maß­nah­men an der B4 in Röt­ges­büt­tel-Meine und an der B188 bei Brenn­ecken­brück geplant?

  • Und vor allem: Wel­che Umlei­tun­gen sind geplant und wie wer­den deren Aus­wir­kun­gen auf die umlie­gen­den Dör­fer kompensiert?

Las­sen Sie uns die­sen Dia­log ein­for­dern und die Behörde in die Pflicht neh­men, ihre Pla­nun­gen trans­pa­rent zu machen und pra­xis­nahe Lösun­gen für die Umlei­tungs­ver­kehre zu finden.

Gül­tig ist das gespro­chene Wort in der Sitzung

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Bild­nach­weis: Screen­shot von der Home­page der NLStBV

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