Fabius Krawehl missbraucht Schützenfest für Wahlkampf
Demokratische Spielregeln sind nicht für die "echten Demokraten" gültig? Fabius Krawehl, Bürgermeisterkandidat der SPD, der als „Einheitskandidat“ von CDU und weiteren Gruppierungen unterstützt wird, hat das Schützenfest in Dannenbüttel am Pfingstwochenende als persönliche Wahlkampfveranstaltung genutzt. Und das, obwohl Vereine und Feuerwehren sonst stets politische Neutralität betonen und einfordern.
Dabei fuhr Krawehl rhetorisch schwere Geschütze auf. Wörtlich sagte er unter anderem: „Ich würde euch gerne bitten, am 13. September demokratisch zu wählen – und keine Partei oder Wählergemeinschaft … die entgegen diesen Grundsätzen des Ehrenamtes, der Vereine und so weiter … agiert.“
Wer für sich beansprucht, allein auf der Seite der Demokratie zu stehen, zeigt ein fragwürdiges Demokratieverständnis. Demokratie lebt vom Wettbewerb unterschiedlicher Meinungen – nicht von Ausgrenzung politischer Mitbewerber.
Geschichtlich ist bekannt: Gerade Faschisten, Diktatoren und Autokraten haben sich gerne auf „die Demokratie“ berufen, während sie diese in Wahrheit bekämpften. Die DDR war dafür eines der deutlichsten Beispiele.
Die Gemeinde Sassenburg braucht jedenfalls keinen (weiteren) Bürgermeister, der "Schützenfestpolitik" betreibt und gesellschaftliche Veranstaltungen für parteipolitische Botschaften missbraucht.
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