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Kurz vor der Wahl - Sas­sen­bur­ger Ver­wal­tung wird aufgebläht

Die Mehr­heits­gruppe der „Ein­heits­par­teien“ aus SPD, CDU und Grü­nen im Rat der Gemeinde Sas­sen­burg nutzt offen­bar die letz­ten Monate vor der Kom­mu­nal­wahl, um die Ver­wal­tung per­so­nell und struk­tu­rell wei­ter auf­zu­blä­hen – und das aus­ge­rech­net in einer finan­zi­ell ange­spann­ten Lage der Gemeinde.

Statt auf ein schlan­kes, effi­zi­en­tes Ver­wal­tungs­han­deln zu set­zen, wer­den neue Hier­ar­chie­ebe­nen geschaf­fen und Berichts­wege ver­län­gert. Es werde neue Abtei­lun­gen gegrün­det, die kaum einen per­so­nel­len Unter­bau haben. Für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bringt diese Maß­nahme kei­nen spür­ba­ren Mehr­wert. Der prak­ti­sche Nut­zen geht gegen Null – außer, dass die Steu­er­zah­ler künf­tig höhere Per­so­nal­kos­ten tra­gen müssen.

Beson­ders kri­tisch ist dabei der Hin­ter­grund die­ser Umstruk­tu­rie­rung: Offen­kun­dig sol­len höhere Ent­gelt­stu­fen inner­halb der Ver­wal­tung geschaf­fen und abge­si­chert wer­den – bei weit­ge­hend glei­chen Auf­ga­ben wohl­ge­merkt. Gerade in Zei­ten knap­per Kas­sen ist ein sol­cher Umgang mit öffent­li­chen Mit­teln schwer nachvollziehbar.

Für uns ist klar: Sol­che weit­rei­chen­den Struk­tur­ent­schei­dun­gen gehö­ren in die Ver­ant­wor­tung des neuen Bür­ger­meis­ters nach der Wahl in vier Mona­ten. Doch die­ser Vor­schlag stößt bei der Mehr­heits­gruppe aus SPD, CDU und Grü­nen auf Unver­ständ­nis. Und der neue Bür­ger­meis­ter darf nicht der Kan­di­dat der „Ein­heits­par­teien“ aus SPD, CDU und Grü­nen werden. 

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Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg