Kreistag beschließt Wechsel der Rettungsleitstelle
Der Kreistag hat mehrheitlich beschlossen, die Rettungsleitstelle des Landkreises Gifhorn künftig der Regionalleitstelle Braunschweig/Wolfenbüttel/Peine zuzuordnen. Für die Zuordnung stimmten die SPD-Fraktion, die Grünen sowie die Unabhängige Gruppe. Die CDU-Fraktion sprach sich dagegen für eine Zuordnung zur Regionalleitstelle Wolfsburg-Helmstedt aus.
Wir sind bei unserem klaren Nein geblieben.
Für uns ist nicht überzeugend, warum eine Zusammenlegung ausgerechnet teurer werden soll. Die laufenden Kosten des Landkreises liegen im bisherigen Heideverbund bei rund 790.000 Euro jährlich. Für Braunschweig/Wolfenbüttel/Peine werden rund 860.000 Euro prognostiziert – etwa neun Prozent mehr. Hinzu kommen einmalige Kosten von rund 375.000 Euro für technische Zusammenführung, Datenmigration, Schulungen, Beratung und Projektmanagement. Das ist für uns paradox: Eine größere gemeinsame Struktur müsste durch Synergieeffekte eigentlich Kosten sparen.
Als wesentlicher Vorteil der Regionalleitstelle Braunschweig wird insbesondere die bessere Personalverfügbarkeit genannt. Doch Rufbereitschaften, Springerdienste sowie regelmäßige Aus- und Fortbildungen sind aus unserer Sicht hausgemachte organisatorische Aufgaben, die auch im bestehenden System gelöst werden können.
Hinzu kommt für uns ein entscheidender Punkt: Ortskenntnisse. Gerade bei Notrufen, Unwettern und größeren Einsatzlagen können Kenntnisse über Straßen, abgelegene Gebäude, Zufahrtswege und örtliche Besonderheiten entscheidend sein.
Deshalb halten wir die weitere Zentralisierung für den falschen Weg.
Mehr Kosten, weniger regionale Eigenständigkeit und das Risiko, wertvolle Ortskenntnisse zu verlieren – dafür konnten und wollten wir nicht die Hand heben.
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