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Offe­ner Brief – Inhalte statt Angriffe wären wünschenswert

Die SPD nahe Wäh­ler­ge­mein­schaft WirSa hat mir als Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten einen offe­nen Brief mit Fra­gen über­sandt. Auf­fäl­lig ist dabei weni­ger das Inter­esse an den poli­ti­schen Zie­len für unsere Gemeinde als viel­mehr Fra­gen, die den per­sön­li­che Bereich betref­fen und offen­sicht­lich dar­auf ange­legt sind, Miss­trauen zu säen, mich als Kan­di­da­ten zu dis­kre­di­tie­ren statt einen fai­ren poli­ti­schen Aus­tausch zu fördern.

Kern­punkte der Fra­gen sind, eine mög­li­che Ver­ein­bar­keit zwi­schen dem Man­dat des Bür­ger­meis­ters und einem dann wei­ter­hin bestehen­den pas­si­ven Arbeits­ver­hält­nis. Gefragt wird auch, ob ich mein Gehalt als Bür­ger­meis­ter voll­stän­dig spen­den werde. Alles Fra­gen, die ich selbst­ver­ständ­lich vor mei­ner Kan­di­da­tur abge­klärt habe. Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen sich sicher sein, dass ich zu mei­nen getä­tig­ten Aus­sa­gen stehe - zu 100%. 

Aus mei­ner Sicht ist diese Vor­ge­hens­weise einer klei­nen poli­ti­schen Grup­pie­rung von einer bemer­kens­wer­ten Über­heb­lich­keit geprägt. Wer Trans­pa­renz und poli­ti­schen Dia­log ein­for­dert, sollte zunächst selbst mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen und eigene Kon­zepte für die Zukunft unse­rer Gemeinde vor­stel­len, anstatt sich nahezu aus­schließ­lich über die Kri­tik an ande­ren zu defi­nie­ren.

Hinzu kommt, dass WirSa nach mei­nem Ein­druck ihre poli­ti­schen Wur­zeln und per­so­nel­len Ver­bin­dun­gen zur SPD bewusst ver­schlei­ert. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger soll­ten sich selbst ein Bild davon machen kön­nen, wel­che poli­ti­schen Hin­ter­gründe hin­ter den jewei­li­gen Grup­pie­run­gen stehen.

Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Gemeinde Sas­sen­burg ver­die­nen einen Wahl­kampf, in dem es um Ideen, Lösun­gen und die Zukunft unse­rer Gemeinde geht – nicht um per­sön­li­che Angriffe. Dafür werde ich auch wei­ter­hin eintreten.

Meine Ant­wort auf den offe­nen Brief lau­tet daher:

Sehr geehr­ter Herr Standke,

erwar­ten Sie und Ihr Mit­strei­ter Weber tat­säch­lich, dass ich Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen, deren poli­ti­sche Agenda sich aus­schließ­lich auf eine per­ma­nente „Anti‑Kautzsch‑Politik“, per­sön­li­che Dif­fa­mie­run­gen und gezielte Ruf­schä­di­gung mei­ner Per­son und Mit­glie­der unse­rer Wäh­ler­ge­mein­schaft stützt, die aber selbst keine poli­ti­schen Inhalte zur Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Gemeinde lie­fert, Fra­gen beantworte?

Wenn oben­drauf von Ihrer Seite per­sön­li­che Angriffe bis hin zu völ­lig inak­zep­ta­blen Nazi‑ und Hit­ler­ver­glei­chen erfol­gen, die bis heute nicht zurück­ge­nom­men wur­den? Herr Weber sogar Rats­mit­glie­der dazu auf­for­dert, die Kom­mu­ni­ka­tion mit mir abzubrechen?

Ich traue Ihnen zu, die von mir gestell­ten Fra­gen selbst zu beant­wor­ten und die erfor­der­li­chen Rück­schlüsse zu zie­hen! Oder täu­sche ich mich?

Zudem hatte ich den von Ihnen unter­stüt­zen Kan­di­da­ten Fabius Kra­wehl zu einem poli­ti­schen Duell, also zu einer Podi­ums­dis­kus­sion, her­aus­ge­for­dert, um der Öffent­lich­keit die Mög­lich­keit zu geben, Fra­gen zu beant­wor­ten. Lei­der hat der von Ihnen unter­stützte Kan­di­dat seine Teil­nahme abgesagt.

Wie Spen­den an gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen nach­zu­wei­sen sind, sollte Ihnen bekannt sein. Oder haben Sie per­sön­lich noch nie gespen­det? Wie hoch waren Ihre Spen­den im Jahr 2025?

Andreas Kau­t­zsch

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Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg