Gesundheitszentrum - Vergibt die Politik eine einmalige Chance?
Bereits Ende August 2026 wird durch die Schließung der Praxis Dres. Oelke-Hofmann/Kreissl in Triangel, eine deutliche Verschlechterung der hausärztlichen Versorgung eintreten. Eine direkte Nachfolge wird es nicht geben. Es wird eine "Verlagerung" zur Gemeinschaftspraxis Dr. med. W. von Laffert/Hr. A. Graf Grote in Gifhorn erfolgen. Alle Patienten die das wünschen, können "mitgehen". Beide Dres. werden ab Oktober noch eine begrenzte Zeit weiter mit arbeiten.
Was könnte die Alternative sein? Mit einem Entwurf für ein neues Gesundheitszentrum in der Triangeler Ortsmitte liegt erstmals seit vielen Jahren ein konkretes, tragfähiges und sofort umsetzbares Konzept auf dem Tisch. Auf dem rund 2.500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen den beiden Einkaufszentren und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs soll ein modernes Gesundheitszentrum entstehen, das die medizinische Versorgung langfristig sichert und ausbaut.
Der Investor, der sich im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens der Gemeinde beworben hat, bringt nicht nur die notwendige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und langjährige Erfahrung mit, sondern kennt auch die Bedürfnisse vor Ort. Er hat selbst rund 20 Jahre in Triangel gelebt und ist mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut.
Geplant sind auf rund 630 m² Nutzfläche eine moderne Hausarztpraxis mit etwa 200 m² Quadratmetern Fläche und Platz für zwei Mediziner , eine großzügige Praxis für Ergo- und Physiotherapie sowie Angebote aus den Bereichen Podologie und Kosmetik. Besonders erfreulich ist, dass bereits konkrete Absichtserklärungen eines Mediziners sowie der vorgesehenen Therapeuten vorliegen. Das Projekt ist damit weit mehr als eine bloße Idee – es ist ein realisierbares Vorhaben mit konkreten Partnern und einer klaren Perspektive für die Gesundheitsversorgung in unserer Gemeinde.
Gemeinsam mit einem weiteren Bewerber, der nicht alle Anforderungen erfüllen kann, hatte sich der Investor am Interessenbekundungsverfahren beteiligt. Dennoch fand unser Antrag, das Grundstück an diesen erfahrenen und bereits weit fortgeschrittenen Investor zu vergeben, zunächst keine politische Mehrheit im Verwaltungsausschuss (VA)
Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar. Wieder einmal entsteht der Eindruck, dass politische Befindlichkeiten und taktische kommunalpolitische Überlegungen stärker gewichtet werden als das Wohl der Bürger. Gerade angesichts der drohenden Verschlechterung der medizinischen Versorgung sollte das gemeinsame Ziel aller Verantwortlichen sein, schnellstmöglich die Voraussetzungen für eine nachhaltige Lösung zu schaffen.
Fest steht: So konkret wie heute war die Chance auf eine neue Arztpraxis und ein Gesundheitszentrum in Triangel noch nie. Nach mehr als zehn Jahren intensiver Bemühungen bietet sich nun die Möglichkeit, ein zukunftsweisendes Projekt zu realisieren, das die medizinische Versorgung für Triangel und Neudorf-Platendorf langfristig sichern kann.
Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass diese Chance nicht ungenutzt bleibt. Unsere Bürger haben Anspruch auf eine wohnortnahe und verlässliche medizinische Versorgung – heute und in Zukunft.
Bildnachweis © B.I.G.-Sassenburg
