79,2 % haben Vertrauen in Politik und Behörden verloren
Das Ergebnis ist eine "schallende Ohrfeige" für die Parteien in den Mehrheitsgruppen und für die "Demokratie Bündnisse", die stehts ein "weiter so" propagieren, und mit diesem Ergebnis sicher nicht gerechnet haben! In einer Online-Bürgerbefragung im Rahmen des Projektes „Demokratie leben!“ mit 1.416 Teilnehmern, die auf der Demokratiekonferenz im Gifhorner Schloss präsentiert wurde, haben 79,2 Prozent angegeben, das "Vertrauen in Politik und Behörden" verloren zu haben.
Das Ergebnis ist eine eindeutige Existenzberechtigung, auf Basis einer wissenschaftlichen statistischen Auswertung, für unsere Wählergemeinschaft, die sich stets für grundlegende Veränderungen im politischen Handeln und für eine stärkere Bürgerbeteiligung eingesetzt hat und dies immer noch tut.
Die Gründe für diesen Wert liegen auf der Hand! Die Bürgermeinung wird sogar in öffentlichen Beteiligungsverfahren beharrlich ignoriert, besser arrogant abgekanzelt. Beispiele dafür sind die Änderung des Bebauungsplanes (B-Plan) am Stüder Bernsteinsee, bei der von über 200 Bürgereingaben bestenfalls zwei Berücksichtigung gefunden haben, Pläne zum Ausbau der Windenergie ohne echte Bürgerbeteiligung, Straßenverkehrsprojekte etc. um nur ein paar Negativbeispiele zu nennen.
64 % beklagen Umgang mit der Meinungsfreiheit
64 Prozent der Teilnehmer haben angegeben, dass sie das Gefühl haben, nicht offen sagen zu dürfen, was man denkt. Auch ein Wert, der aufrütteln muss! Dabei ist eigentlich die Meinungsfreiheit eins der höchsten Güter unserer Demokratie und unseres Grundgesetzes.
Selbst in unserer politischen Arbeit, die wir mit viel Engagement ehrenamtlich machen, ist eine freie Äußerung der Meinung, und ein respektvoller Umgang damit, kaum möglich. Eine Herabwürdigung von Meinungen und von Personen, die diese äußern, ist Alltag. Dies erfolgt besonders durch Gruppen, Bündnisse und Parteien, die sich eigentlich "Demokratie, Toleranz und Vielfalt" auf die Fahne schreiben. Oft enden die Grundsätze schon bei der Akzeptanz einer anderen Meinung als der eigenen.
Knapp die Hälfte erlebt Diskriminierung
Knapp die Hälfte der Teilnehmer hat selbst oder in seinem Umfeld die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung erlebt - oft in den sozialen Netzwerken.
Selbst von Parteien werden – direkt oder indirekt – werden Menschen und Organisationen unterstützt, die offen zu Hass und Diskriminierung Andersdenkender aufrufen oder dies aktiv betreiben. Wer Diskriminierung in jeglicher Form toleriert oder fördert, macht es sich zu eigen und wird zum Mitverantwortlichen.
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