Schallmessung - Grenzwert wird überschritten
📢 Die Schallmessung am 28. Januar 2026 durch eine Fachabteilung des Landkreises Gifhorn an der neuen elektronischen Sirene in Grußendorf hat ergeben, dass der Grenzwert an der Wohnbebauung nicht eingehalten wird. Damit wurde die Wahrnehmung der Anwohner bestätigt.
Bei einer Teilabschaltung, 2 von 4 Signalhörnern außer Betrieb, und einer maximal eingestellten Dämpfung wird der Grenzwert nur leicht überschritten. Bei Normbetrieb, also 4 Signalhörner ohne Dämpfung, erfolgt eine deutliche Überschreitung. Der Ton ist wirklich ohrenbetäubend und schrill - völlig anders als der bekannte Sirenenton der mechanischen Sirenen - und war noch deutlich am rund 2,5 km entfernten Bernsteinsee wahrnehmbar. Die Anwohner um den Standort der Sirene sind keine "Sensibelchen".
Da auf eine Berechnung oder auf ein Gutachten vor der Standortwahl seitens der Gemeindeverwaltung verzichtet wurde, wird nichts anders übrig bleiben, als die Sirene zunächst weiterhin mit einer Teilabschaltung zu betreiben. Diesen Umstand muss auch die Grußendorfer Feuerwehr hinnehmen. Jetzt muss trotzdem ein Gutachten beauftragt werden, da die Gemeinde sonst angreifbar ist.
Da Sirenen für den Zivilschutz und die Alarmierung der Feuerwehr wichtig sind, müsste über weitere Standorte nachgedacht werden, um die Ortschaft abzudecken. Entsprechende Förderprogramme sind jedoch ausgelaufen. Auf Kompromissvorschläge seitens der Anwohner ist man bisher nicht eingegangen.
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