Betreu­ungs­plätze domi­nie­ren Haushaltsdebatte

Acht Eltern nutz­ten die Ein­woh­ner­fra­ge­stunde im Fami­lien-, Kul­tur- und Sport­aus­schuss am Diens­tag Abend, um sich über die aktu­elle Situa­tion in der Kin­der­be­treu­ung zu infor­mie­ren. Noch immer feh­len 9 Plätze in der Hort­be­treu­ung in Gru­ßen­dorf und wei­tere 13 Betreu­ungs­plätze im Kin­der­gar­ten auf Gemeindeebene. 

Eltern hat­ten krea­tive Maß­nah­men vor­ge­schla­gen, um wei­tere Plätze zu schaf­fen. Lei­der gibt es noch immer keine finale Ent­schei­dung, ob und wann bei­spiels­weise das Hort­platz-Sharing umge­setzt wer­den kann. Dadurch könn­ten sich bis zu zwei Kin­der je Gruppe einen Hort­platz teilen. 

Die Eltern haben noch ein­mal betont, dass sie Pla­nungs­si­cher­heit in der Kin­der- und Schul­be­treu­ung wün­schen. Lei­der gibt es nach wie vor aus der Arbeits­gruppe Schul­ent­wick­lung nach einem Jahr Tätig­keit kein belast­ba­res Ergeb­nis. Noch immer ist völ­lig offen, wel­che Schul­form umge­setzt wer­den soll bzw. wie Kin­der nach der Schule betreut wer­den können.

Müs­sen Eltern Berufs­tä­tig­keit zukünf­tig nachweisen?

Auf­grund der gro­ßen Not­lage in der Kin­der­be­treu­ung soll eine erwei­terte Prio­ri­sie­rung bei der Platz­ver­gabe erfol­gen. Die Gemein­de­ver­wal­tung plant bei Anfra­gen zu einem Betreu­ungs­platz zukünf­tig einen umfang­rei­chen Fra­ge­bo­gen an die Eltern zu übersenden.

So sol­len zum Bei­spiel Anga­ben zur Berufs­tä­tig­keit der Eltern durch den Arbeit­ge­ber bestä­tigt wer­den. Die Gemein­de­ver­wal­tung muss Zwei­fel haben, dass Eltern voll­stän­dige und kor­rekte Anga­ben gemacht haben.

Bei­spiels­weise erhal­ten allein­er­zie­hende berufs­tä­tige Eltern­teile nach dem seit Anfang 2018 bestehen­den Kri­te­rien-Kata­log eine sehr hohe Prio­ri­sie­rung. Leicht abge­schwächt gilt diese Rege­lung auch, wenn zum Bei­spiel beide Eltern­teile berufs­tä­tig sind.

Haus­halt 2020 wird gefühlt zur Nebensache 

Neben dem Thema Kin­der­be­treu­ung wurde die Bera­tung zum Haus­halt 2020 gefühlt zur Neben­sa­che. Zusätz­lich zum Haus­halts­ent­wurf der Gemein­de­ver­wal­tung erhält der SV Tri­an­gel einen Zuschuss von 1.000 € für neue Weich­bo­den­mat­ten. Der SV Wes­ter­beck erhält einen Zuschuss von 500 € für zwei neue Tisch­ten­nis­plat­ten. Die Rasen­sport betrei­ben­den Ver­eine erhal­ten einen Zuschuss von 1.200 € für Gerät­schaf­ten zur Rasenpflege.

Größ­ter Ein­zel­pos­ten war ein Zuschuss für den Schüt­zen­ver­ein Neu­dorf-Pla­ten­dorf, der 10.800 € für eine elek­tro­ni­sche Schuss­aus­wer­tung für den Luft­ge­wehr­schieß­stand bekommt. Ins­ge­samt erhal­ten die Sas­sen­bur­ger Sport­ver­eine im Jahr 2020 einen Zuschuss von 18.400 €.

Der Kul­tur­ver­ein erhält einen Zuschuss von 3.000 €. Der För­der­ver­ein Gro­ßes Moor und der Natur- und Erleb­nis­pfad Gro­ßes Moor erhal­ten einen Zuschuss von jeweils 4.000 €. Die sechs Sas­sen­bur­ger Chöre erhal­ten einen Zuschuss von jeweils 300 €.

 

Sym­bol­bild: pixabay