Sport­halle kommt nicht aus den Schlagzeilen

Die neue Wes­ter­be­cker Sport­halle kommt nicht aus den Schlag­zei­len. Sicher­heits­män­gel und eine erneute außer­plan­mä­ßige Aus­gabe waren Thema im Gemein­de­rat Ende Dezem­ber 2019.

66.000 € zusätz­lich im Jahr 2019

Der Gemein­de­rat hat in der Sit­zung am 19.12.2019 mit den Stim­men der SPD/CDU-Mehr­heits­gruppe noch eine außer­plan­mä­ßige Aus­gabe in Höhe von 66.000 € frei­ge­ge­ben, um Schluss­zah­lun­gen von Auf­trag­neh­mern aus­glei­chen zu kön­nen.

Auch wenn der Bei­trag eins zu eins vom Bud­get des Haus­hal­tes 2020 ver­scho­ben wurde, ist für unsere Fak­tion völ­lig unklar, wel­che Kos­ten noch aus­zu­glei­chen sind. Eine aktu­elle Gesamt­kos­ten­auf­stel­lung wurde trotz Anfrage von der Ver­wal­tung zurück­ge­hal­ten bzw. wurde nicht vor­ge­legt. Dies eröff­net einen Spiel­raum für Spe­ku­la­tio­nen, ob die Kos­ten erst ermit­telt bzw. "berei­nigt" wer­den müs­sen. Erst im Ver­wal­tungs­aus­schuss im Januar 2020, der kurz­fris­tig abge­sagt wurde, soll­ten aktu­elle Zah­len vor­ge­stellt werden.

Mehr­kos­ten für Pflasterarbeiten

Trotz star­ker Kos­ten­stei­ge­run­gen von ursprüng­lich 2,3 auf weit über 3 Mil­lio­nen Euro und lee­rer Gemein­de­kasse "war noch Geld übrig", um ohne poli­ti­sche Bera­tun­gen oder Infor­ma­tio­nen eine Anstell­flä­che zusätz­lich zu pflas­tern, obwohl diese bereits befahr­bar aus­ge­legt wurde.

Wie kann bei einem Pro­jekt Geld übrig sein, bei dem die Kos­ten so explo­diert sind? Ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit den Steu­er­gel­dern der Bür­ger lässt zu wün­schen übrig. 

Flucht­tü­ren las­sen sich nicht öffnen

Bei der Weih­nachts­feier des Wes­ter­be­cker Orts­ra­tes Mitte Dezem­ber 2019 musste fest­ge­stellt wer­den, dass die Flucht­tü­ren in den Umklei­de­räu­men über keine Zwangs­öff­nung ver­fü­gen. Trotz beleuch­te­ter Beschil­de­rung las­sen sich ggf. ver­schlos­sene Türen im Not­fall nicht öff­nen. Ein Sicher­heits­ri­siko, dass eigent­lich eine sofor­tige Sper­rung der Halle zur Fol­gen haben müsste. Frag­lich ist, wieso ein solch ekla­tan­ter Man­gel nicht bei der End­ab­nahme auf­ge­fal­len ist.

Auch die Haupt­ein­gangs­tür lässt sich ohne Schlüs­sel von außen nicht öff­nen, sodass ein Holz­keil das Zufal­len der Tür ver­hin­dern musste. Das Schließ­blech im Tür­rah­men ver­fügt über keine ent­rie­gel­bare Falle. Es besteht in bei­den Fäl­len sofor­ti­ger Handlungsbedarf. 

Bild­nach­weis: ©B.I.G.-Sassenburg