Mittwoch, 22. Mai. 24
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Wei­ter Pro­bleme mit der Schülerbeförderung

Da es wei­ter­hin Pro­bleme mit der Schü­ler­be­för­de­rung gibt, tagt am 02. Februar 2023 wie­der die Arbeits­gruppe (AG) zur "Ver­bes­se­rung der Schü­ler­be­för­de­rung im Land­kreis Gif­horn". Die letzte Sit­zung der AG war am 10. Februar 2016, also vor rund 7 Jah­ren. In der gesam­ten Wahl­pe­ri­ode 2016-2021 unter der Füh­rung von dem dama­li­gen Land­rat Ebel hat die AG also nicht ein ein­zi­ges Mal getagt. Dar­aus kann man ablei­ten, wel­che Prio­ri­tät das lei­dige Thema hat. 

In der Gemeinde Sas­sen­burg und dem Umland gibt es mas­sive Pro­bleme mit den Linien 164, 172, 173, 174 und 175, auch zum IGS Schul­zen­trum Sas­sen­burg. Des Öfte­ren sind Eltern gezwun­gen ein­zu­sprin­gen und müs­sen ihre Kin­der bei­spiels­weise mit dem Auto zur Schule nach Gif­horn brin­gen oder abho­len. Ins­be­son­dere in den Win­ter­mo­na­ten reicht die Kapa­zi­tät zur Rush­hour oft nicht aus.

Betrof­fen ist bei­spiel­weise die Linie 164 zwi­schen Brome und Gif­horn. Diese hat oft große Ver­spä­tun­gen, fällt aus oder ist über­füllt. Es kommt auch vor, dass die Fah­rer die Route falsch abfah­ren, sodass Kin­der ste­hen geblie­ben sind. Im wei­te­ren Ver­lauf der Route ist dann dadurch der Bus zu früh abge­fah­ren. Aber auch auf der Linie 175 zwi­schen Neu­dorf-Pla­ten­dorf und Gif­horn bestehen Kapa­zi­täts­pro­bleme, da oft nur Klein­busse ein­ge­setzt wer­den. Eben­falls Kapa­zi­täts­pro­bleme gibt es auf der Linie 173 zwi­schen Wey­hau­sen und der IGS Sas­sen­burg.

Bereits in der letz­ten Sit­zung des Kreis­ta­ges am 14. Dezem­ber 2022 haben wir das Thema Schü­ler­be­för­de­rung auf die Tages­ord­nung set­zen las­sen, weil sich VLG und Land­kreis sehr schwer taten, Maß­nah­men ein­zu­lei­ten. Land­rat Tobias Heil­mann hat einen Sach­stands­be­richt abge­ge­ben und fol­gende Maß­nah­men durch den Fach­be­reich Schule und Sport ein­ge­lei­tet:

  • Stand­ort­ge­sprä­che an Schu­len unter Ein­be­zie­hung von Eltern/Schulelternrat/Schülervertretung
  • Regel­mä­ßi­ger Aus­tausch mit dem Kreis­eltern­rat – Erar­bei­tung wich­ti­ger Infor­ma­tio­nen und Beschwerdewege
  • Ein­be­zie­hung des Kreisschülerrates
  • Regel­mä­ßige Abstim­mungs­ge­sprä­che mit Beförderungsunternehmen 
  • Orga­ni­sa­tion von Zusatz­ver­keh­ren bei unzu­rei­chen­den ÖPNV Anbin­dun­gen wie z. B. aus Wochen­end­haus­ge­bie­ten bzw. Rand­ge­bie­ten von Wohn­or­ten oder Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen zum Besuch ande­rer Schulen.
  • Auf­nahme von Beschwer­den (Schu­len und Eltern) – lösungs­ori­en­tierte Kom­mu­ni­ka­tion mit Bus-Unternehmen
  • Kommunikation/Erfahrungsaustausch mit ande­ren Trä­gern der Schülerbeförderung 
  • Arbeits­kreis soll wie­der auf­ge­baut wer­den (siehe Einleitung)

Zusätz­lich will die VLG fol­gende Maß­nah­men einleiten:

  • Ab Februar/März 2023 Ein­tref­fen der ers­ten zusätz­li­chen ser­bi­schen Bus­fah­rer. Ab die­sem Zeit­punkt kann das Fahr­ten­an­ge­bot wie­der suk­zes­sive auf­ge­baut werden. 
  • Ab Früh­jahr ver­fügt die VLG über ein auto­ma­ti­sches Fahr­gast­zähl­sys­tem in den Bus­sen. Starke Beset­zun­gen kön­nen dann schnel­ler erkannt wer­den und, sobald wie­der genü­gend Fahr­per­so­nal (aus dem Aus­land) akqui­riert wurde, auch gegen­ge­steu­ert werden.
  • Der Regio­nal­ver­band star­tet im nächs­ten Jahr gemein­sam mit Kom­mu­nen und Ver­kehrs­un­ter­neh­men eine Ana­lyse von Behin­de­run­gen im ÖPNV und Ent­wick­lung von Gegen­maß­nah­men. Das hilft auch, den Schü­ler­ver­kehr pünkt­li­cher zu gestal­ten, ist jedoch eher mit­tel- bis lang­fris­tig angelegt. 
  • Par­al­lel wer­den die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­run­den mit Ver­tre­tern der Schu­len festgesetzt.
  • Mit Umset­zung der Direkt­ver­gabe wer­den die Kos­ten, aber auch die Qua­li­tät Zug um Zug stei­gen, z. B. durch län­gere Besetzt­zei­ten der Leit­stelle (Kom­mu­ni­ka­tion mit Fahr­gast), inten­si­vere Ver­kehrs­über­wa­chung, zusätz­li­che Fahr­per­so­nal­re­ser­ven zur Redu­zie­rung von Aus­fäl­len etc.

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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