Zwei Monate nach Amtsantritt ein Skandal
Da hatten und haben wir ein völlig anderes Verständnis der Amtsführung! Landrat Philipp Raulfs (SPD) sorgt nur zwei Monate nach der Amtseinführung mit einer Personalie für den ersten Skandal. Im Landratsbüro wurde eine zusätzliche Stelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geschaffen, um Landrat Philipp Raulfs eine zusätzliche persönliche Referentin an die Seite zu stellen. Mit mehrheitlicher Zustimmung des Kreisausschusses.
Besonders brisant: Nach der nichtöffentlichen Beschlussvorlage wird diese Position mit einer Person aus dem persönlichen Umfeld von Landrat Raulfs mit einem starken Bezug zur Partei- und Gewerkschaftsarbeit besetzt. Die veranschlagte Stelle wird auf einem hohen Niveau vergütet werden, welches in der Gemeinde Sassenburg einer Fachbereichsleitung gleichkommt. Ferner ist nicht bekannt, das eine interne oder externe Stellenausschreibung erfolgt ist.
Besonders steht in der Kritik, dass wieder eine zusätzlich Stelle in der eh schon fortlaufend personell aufgeblähten Kreisverwaltung geschaffen wurde. Schon gar nicht unter Berücksichtigung der finanziellen Lage des Landkreises, bei der die Bürger im Landkreis immer mehr über die Kreisumlage zur Kasse gebeten werden.
Das im Landratsbüro bereits 16 Mitarbeiter beschäftig sind, vermittelt den Eindruck, dass hier ein Posten geschaffen wird, der nicht primär aus organisatorischer Notwendigkeit entsteht, sondern vielmehr einer parteipolitisch und gewerkschaftlich verbundenen Person zugutekommt. Solche "Landkreisgeschäfte" sind grundsätzlich abzulehnen.
Eine persönliche Email an Landrat Philipp Raulfs (SPD), mit der Bitte auf die Stellenbesetzung zu verzichten, blieb bis zur Erstellung dieses Beitrages unbeantwortet.
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