Donnerstag, 15. Jan. 26
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Zwei Monate nach Amts­an­tritt ein Skandal

Da hat­ten und haben wir ein völ­lig ande­res Ver­ständ­nis der Amts­füh­rung! Land­rat Phil­ipp Raulfs (SPD) sorgt nur zwei Monate nach der Amts­ein­füh­rung mit einer Per­so­na­lie für den ers­ten Skan­dal. Im Land­rats­büro wurde eine zusätz­li­che Stelle für Presse- und Öffent­lich­keits­ar­beit geschaf­fen, um Land­rat Phil­ipp Raulfs eine zusätz­li­che per­sön­li­che Refe­ren­tin an die Seite zu stel­len. Mit mehr­heit­li­cher Zustim­mung des Kreisausschusses.

Beson­ders bri­sant: Nach der nicht­öf­fent­li­chen Beschluss­vor­lage wird diese Posi­tion mit einer Per­son aus dem per­sön­li­chen Umfeld von Land­rat Raulfs mit einem star­ken Bezug zur Par­tei- und Gewerk­schafts­ar­beit besetzt. Die ver­an­schlagte Stelle wird auf einem hohen Niveau ver­gü­tet wer­den, wel­ches in der Gemeinde Sas­sen­burg einer Fach­be­reichs­lei­tung gleich­kommt. Fer­ner ist nicht bekannt, das eine interne oder externe Stel­len­aus­schrei­bung erfolgt ist. 

Beson­ders steht in der Kri­tik, dass wie­der eine zusätz­lich Stelle in der eh schon fort­lau­fend per­so­nell auf­ge­bläh­ten Kreis­ver­wal­tung geschaf­fen wurde. Schon gar nicht unter Berück­sich­ti­gung der finan­zi­el­len Lage des Land­krei­ses, bei der die Bür­ger im Land­kreis immer mehr über die Kreis­um­lage zur Kasse gebe­ten werden.

Das im Land­rats­büro bereits 16 Mit­ar­bei­ter beschäf­tig sind, ver­mit­telt den Ein­druck, dass hier ein Pos­ten geschaf­fen wird, der nicht pri­mär aus orga­ni­sa­to­ri­scher Not­wen­dig­keit ent­steht, son­dern viel­mehr einer par­tei­po­li­tisch und gewerk­schaft­lich ver­bun­de­nen Per­son zugu­te­kommt. Sol­che "Land­kreis­ge­schäfte" sind grund­sätz­lich abzulehnen. 

Eine per­sön­li­che Email an Land­rat Phil­ipp Raulfs (SPD), mit der Bitte auf die Stel­len­be­set­zung zu ver­zich­ten, blieb bis zur Erstel­lung die­ses Bei­tra­ges unbeantwortet. 

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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