Architekten, Schulen und Verwaltung bieten kaum Einsparungen an
Nach einem vierstündigen Planungsgespräch steht fest, dass seitens der Verwaltung, der Grundschulen und der Architekten kaum Einsparungen zu den Erweiterungen und Sanierungen der Grundschulen in Grußendorf und Westerbeck an die Politik angeboten werden. Zudem beharrt jede Grundschule auf ihrem eigenen individuellen pädagogischen Konzept, was unterschiedliche Raumbedarfe und damit auch unterschiedliche Kosten verursacht.
Besonders verwundert, dass alle angebotenen Einsparungen auf dem Verzicht von Unterrichtsräumen basieren. In unseren vorgestellten Einsparkonzepten, war immer gesetzt, dass die Grußendorfer Grundschule mit 8 Unterrichtsräumen durchgängig zweizügig wird und die Westerbecker Grundschule dreizügig mit 12 Unterrichtsräumen. Unser Schwerpunkt der Einsparung lag dementgegen auf der Reduzierung von Räumen mit nicht direkter schulischer Nutzung. Dazu zählen für uns u. a. Verwaltungsbereiche und "Lagerräume".
Bleibt der aktuelle Stand, ist kaum vorstellbar, dass unsere Fraktion den Konzepten und dem Haushalt zustimmen wird. Es fehlt das Bewusstsein für die finanzielle Lage der Gemeinde und die grundsätzliche Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Nur 200.000 Euro in Westerbeck
Besonders dramatisch stellt sich nach wie vor die Lage in Westerbeck dar. Es muss nicht nur eine Erweiterung gebaut werden, sondern auch das Bestandsgebäude nach nur 15 Jahren Nutzung umfangreich saniert werden. Von den bisher veranschlagten Kosten von 9,5 Millionen Euro wird mit einem zwischen dem Architekten, der Schule und der Verwaltung abgestimmten Vorschlag eine Einsparung in Höhe von nur 200.000 Euro bei einem Flächenverzicht von rund 100 Quadratmetern im Wesentlichen durch den Wegfall eines Unterrichtsraumes angeboten. Dies entspricht einem Volumen von nur 2 Prozent der Gesamtsumme. Inakzeptabel!
427.000 Euro in Grußendorf
Von den bisher veranschlagten Kosten von knapp 7 Millionen Euro wird mit einem zwischen dem Architekten, der Schule und der Verwaltung abgestimmten Vorschlag eine Einsparung in Höhe von maximal 427.000 Euro bei einem Flächenverzicht von rund 200 Quadratmetern angeboten. Dies soll durch den Verzicht auf zwei Unterrichtsräume und der Schulküche erreicht werden. Hinzu kommen Einsparungen bei der Mensa, die keine Versammlungsstätte werden soll. Dies entspricht einem Volumen von nur 6 Prozent der Gesamtsumme. Auch Inakzeptabel, insbesondere weil drei Räume mit schulischer Nutzung entfallen.
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