Containerbauten - Landkreis plant ohne Lebenshilfe
Plant der Landkreis Gifhorn ohne die Lebenshilfe - mit gravierenden Auswirkungen für die IGS Wittingen und die Pestalozzischule Meinersen? Der Landkreis Gifhorn steht vor einem tiefgreifenden Umbau seiner Förderschullandschaft im Bereich „Geistige Entwicklung“. Hintergrund ist die absehbare Schließung der beiden Tagesbildungsstätten der Lebenshilfe in Gifhorn und Wittingen zum 30. August 2027. Auch die Fortführung der "Schule der Zukunft" der Lebenshilfe, über das Schuljahr 2026/27 hinaus, hat der Kreistag im Dezember 2025 abgelehnt.
So soll die Pestalozzischule Meinersen die Schüler aus der Gifhorner "Schule der Zukunft" der Lebenshilfe aufnehmen. Da die Schule damit vorübergehend über ihre Kapazitätsgrenze hinausgeht, sollen zusätzliche Unterrichtsräume in Form von Containerbauten geschaffen werden.
Nordöstliches Kreisgebiet: Dringender Handlungsbedarf
In Wittingen betrifft die Schließung der Tagesbildungsstätte rund 40 Kinder in fünf Gruppen. Für den Zeitraum ab 2027/28 soll das Erdgeschoss der IGS Wittingen (Außenstelle Rammestraße) als Übergangsstandort für eine Förderschule in wohnortnähe dienen. Damit die Förderschule einziehen kann, muss die IGS Wittingen ebenfalls in Containerbauten ausweichen. Diese sollen auf einem städtischen Grundstück direkt neben der Schule errichtet werden. Der Umzug der IGS ist bereits Anfang 2027 erforderlich, um die Umbauten für die Förderschule rechtzeitig abschließen zu können.
Langfristige Lösung: Neubau in Wittingen
Parallel plant der Landkreis Gifhorn einen Neubau für eine einzügige Förderschule mit zwölf Klassen und Erweiterungsoption. Als Standort ist ein rund 20.000 Quadratmeter großes Grundstück in unmittelbarer Nähe der IGS Wittingen vorgesehen. Die Fertigstellung wird frühestens zum Schuljahr 2028/29 erwartet. Ziel soll sein den Förderschulzweig „Geistige Entwicklung“ an die Hermann‑Löns‑Schule anzugliedern. Sollte dies nicht möglich sein, wird ein Antrag auf Neugründung einer eigenen Förderschule gestellt.
Die Kosten für Übergangslösungen, Containerbauten und Neubau werden derzeit kalkuliert und sind noch unklar, dürften sicher im zweistelligen Millionenbereich liegen. Muss da wirklich so sein, nur um die Lebenshilfe auszubooten?
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