Neubau in Grußendorf ohne erkennbaren Fortschritt
5 Jahre Debatte - 5 Jahre Planung - 5 Jahre Versprechungen an die Grußendorfer Feuerwehr - ohne jeglichen erkennbaren Fortschritt! Trotzdem sieht die Sassenburger Mehrheitsgruppe mit den Fraktionen aus CDU, Grünen und SPD keinen Grund, einen neuen Weg zu gehen.
So wurde mit Stimmen aus diesen Fraktionen (7 JA - 15 Nein) unser B.I.G.-Antrag abgelehnt, für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Grußendorf einen Total- oder Generalunternehmer zu beauftragen - und dies, obwohl es fast alle Kommunen in unserer Region regelmäßig tun. Beispiel für diese Vorgehensweise ist der Schulbau in der Stadt Gifhorn.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Feuerwehr nicht weiter auf nicht gehaltene Versprechungen der Mehrheitsgruppe reinfällt. Und dies betrifft ja nicht nur den Grußendorfer Neubau! Auch die Personalsituation im Westerbecker Rathaus wird dafür sorgen, dass, ohne neue Wege beschreiten zu wollen, die Erweiterung der Grundschulen Priorität haben muss.
Der Redebeitrag aus der Sitzung des Gemeinderates:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Vorsitzender, sehr geehrte Zuhörer,
der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Grußendorf beschäftigt uns nun seit fünf Jahren. Fünf Jahre Diskussionen, fünf Jahre Verschiebungen, fünf Jahre ohne sichtbaren Fortschritt. Und dass, obwohl die Ausgaben mehrfach im Haushalt eingestellt waren.
Ein Haushaltsbeschluss ist kein unverbindlicher Wunschzettel. Er ist ein klarer Auftrag der Politik an die Verwaltung. Wenn dieser Auftrag über fünf Jahre hinweg nicht umgesetzt wird, dann zeigt das eines ganz deutlich: Wir brauchen ein neues Denken.
Während nahezu alle Kommunen in unserer Region längst den Weg gehen, einen Generalunternehmer zu beauftragen, lehnt die Gemeinde Sassenburg dieses Vorgehen kategorisch ab – ohne es auch nur ein einziges Mal ernsthaft versucht zu haben. Andere Kommunen nutzen diese Möglichkeit erfolgreich, um schneller, effizienter und mit klaren Verantwortlichkeiten zu bauen. Nur Sie verweigern sich diesem Weg.
Doch eines ist klar: Dieses Thema muss endlich runter von der Agenda. Es muss umgesetzt werden – nicht weiter vertagt.
Der von uns aufgezeigte Weg bietet genau das:
- eine schnelle und praktikable Umsetzung,
- eine Bauweise, die sich bewährt hat,
- nur einen Ansprechpartner,
- und nur einen Gewährleistungsgeber.
Gerade beim Thema Gewährleistung haben wir in der Vergangenheit schmerzliche Erfahrungen gemacht. Ein Generalunternehmer bedeutet: klare Zuständigkeiten, klare Verantwortlichkeiten, klare Abläufe. Genau das brauchen wir, wenn wir nach fünf Jahren Stillstand endlich vorankommen wollen.
Es ist Zeit, dass wir diesen Neubau endlich auf den Weg bringen. Und es ist Zeit, dass wir den Mut haben, neue Wege zu gehen!
Gültig ist das gesprochenen Wort in der Sitzung!
Bildnachweis © B.I.G.-Sassenburg
