Montag, 20. Mai. 24
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Umfrage zur Errich­tung von Wind­parks in der Sassenburg

Am 12. Februar 2024 wird öffent­lich in einer gemein­sa­men Sit­zung des Bau- und Umwelt­aus­schus­ses mit den Orts­rä­ten von Dan­nen­büt­tel, Gru­ßen­dorf und Wes­ter­beck die Errich­tung von zwei Wind­s­parks bera­ten. Mit der Bera­tung soll ent­schie­den wer­den, ob ein Ziel­ab­wei­chungs­ver­fah­ren gegen die Fest­set­zung im aktu­el­len Raum­ord­nungs­pro­gramm (RROP) des Regio­nal­ver­ban­des Braun­schweig bean­tragt wer­den soll. Die finale Ent­schei­dung wird dann in der öffent­li­chen Sit­zung des Gemein­de­ra­tes am 01. März 2024 getrof­fen.

Der Antrag wäre grund­sätz­lich eine wich­tige Vor­ent­schei­dung. Zwar müsste die Gemeinde Sas­sen­burg dann noch den Flä­chen­nut­zungs­plan (F-Plan) zuguns­ten der Wind­parks ändern, was aber auf­grund der Vor­ent­schei­dung nur eine Form­sa­che sein dürfte. Nach der Rechts­ver­bind­lich­keit der Ände­rung des F-Pla­nes könnte der Inves­tor dann über einen Antrag nach Bun­des-Immis­si­ons­schutz­ge­setz (BImSchG) und des­sen Geneh­mi­gung durch das Gewer­be­auf­sichts­amt Hil­des­heim in die Lage ver­setzt wer­den, die geplante Wind­ener­gie­an­lage zu rea­li­sie­ren, obwohl das RROP noch nicht rechts­kräf­tig geän­dert wor­den ist.

Zwei Wind­parks in Planung

Das "Wind­ge­biet Wes­ter­beck-Dan­nen­büt­tel I" liegt west­lich des Elbe-Sei­ten­ka­nals (ESK) und nördlich/nordöstlich von Dan­nen­büt­tel und Wes­ter­beck und umfasst eine Flä­che von 304 Hektar (ha) bestehend aus Wald- und Acker­flä­chen. In dem Gebiet ist die Auf­stel­lung von 10 bis 15 Anla­gen der Multi-Mega­watt-Klasse mit einer Leis­tung von jeweils grö­ßer 7 Mega­watt (MW) geplant. Die Gesamt­höhe der Anla­gen wird bis zu 300 Metern betra­gen. Der Rotor wird einen Durch­mes­ser von bis zu 180 Meter haben, was eine Naben­höhe von 210 Metern ergibt. Eine völ­lig neue Dimen­sion in der Region!

Flä­chen­ab­gren­zung Wind­ge­biet Wes­ter­beck-Dan­nen­büt­tel I

Das "Wind­ge­biet Wes­ter­beck-Dan­nen­büt­tel II" liegt öst­lich des Elbe-Sei­ten­ka­nals (ESK) und süd­west­lich von Gru­ßen­dorf und umfasst eine Flä­che von 658 Hektar (ha) und besteht über­wie­gend aus Wald­flä­chen. Denk­bar wäre in die­ser Flä­che die Auf­stel­lung von 30 bis 40 Anla­gen der glei­chen Multi-Mega­watt-Klasse, wobei der Inves­tor hierzu noch keine kon­krete Anzahl genannt hatte. Für eine Wind­kraft-Anlage in einem Wald­ge­biet müss­ten nach Angabe des Inves­tors auf einer Flä­che von bis zu 15.000 m² alle Bäume gefällt werden. 

Flä­chen­ab­gren­zung Wind­ge­biet Wes­ter­beck-Dan­nen­büt­tel II

Hohe Ein­nah­men durch die Windparks

Durch die Errich­tung von Wind­kraft-Anla­gen könn­ten für die Gemeinde Sas­sen­burg grob geschätzt um die 30.000 Euro pro Anlage jähr­lich aus der Ein­spei­se­ver­gü­tung von 0,2 Cent/kWh erwirt­schaf­tet wer­den. Diese Ein­nah­men wür­den aber nicht 1:1 in den Haus­halt flie­ßen, da sich durch diese Ein­nah­men Zah­lun­gen aus dem kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich redu­zie­ren wür­den. Auch die Gemein­den Bokens­dorf sowie Osloß, die Stadt Gif­horn und auch die Gemeinde Wey­hau­sen wür­den über das Gemein­de­ver­tei­lungs­ge­biet Zah­lun­gen in einem wesent­lich gerin­ge­ren Anteil erhal­ten. Zusätz­lich kom­men Ein­nah­men aus der Gewer­be­steuer hinzu. Je Wind­kraft-Anlage sol­len zusätz­lich 10.000 Euro im Jahr in einen sozia­len Fond ein­ge­zahlt wer­den, aus dem Pro­jekte von Sas­sen­bur­ger Ver­ei­nen und Orga­ni­sa­tio­nen bezahlt wer­den könn­ten. Die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer wer­den die Pacht­ein­nah­men, von einem bis zu mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Betrag pro Jahr/Anlage wird gespro­chen, über Flä­chen­mo­dell verteilen.

Die Umfrage:

Diese Umfrage ist been­det (seit3 Monate).

Sol­len Wind­kraft-Anla­gen in der Gemeinde Sas­sen­burg errich­tet werden?

NEIN, ich lehne die Errich­tung von Wind­kraft-Anla­gen auf dem Gebiet der Gemeinde Sas­sen­burg ab.
61.62%
JA, es sol­len Wind­kraft-Anla­gen errich­tet wer­den. Dies soll aber in einem guten Ver­hält­nis zwi­schen dem finan­zi­el­len Aspekt unter der Beach­tung des Umwelt-, Natur- und Arten­schut­zes erfolgen.
30.66%
JA, es sol­len mög­lichst viele Wind­kraft-Anla­gen, auch in Wald­ge­bie­ten, errich­tet wer­den. Umwelt-, Natur- und Arten­schutz soll, wenn über­haupt nur noch eine unter­ge­ord­nete Rolle spie­len. Nur der finan­zi­elle Aspekt soll im Vor­der­grund stehen.
7.72%

Die Umfrage läuft bis zum Sonn­tag, den 11. Februar 2024 um 18 Uhr.

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