Mittwoch, 22. Mai. 24
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Vor­läu­fig kein Betrieb als Logis­tik- und Montagezentrum

Große Ent­täu­schung in der Sas­sen­burg! Wie bereits befürch­tet, wird das durch die Wolfs­bur­ger Schnelle­cke Gruppe errich­tete Mon­tage- und Logis­tik­zen­trum zunächst nicht als sol­ches nutzt. Ab April 2024 soll­ten eigent­lich in dem Mon­tage- und Logis­tik­zen­trum durch den jetzt doch öffent­lich auf­tre­ten­den Mie­ter "Volks­wa­gen" (siehe Bei­trags­bild) in Tri­an­gel Ach­sen für die Pro­duk­tion des ID 3 im Werk Wolfs­burg vor­mon­tiert und Just-in-time in das Werk Wolfs­burg ange­lie­fert wer­den. Das Aus kam dann bereits Mitte März, nach­dem die Ver­la­ge­rung der Pro­duk­tion des ID 3 von Zwi­ckau nach Wolfs­burg auf­grund der schlech­ten Nach­frage nach E-Autos gestoppt wurde. 

Die Halle soll über­gangs­weise nur als Lager­halle ohne Zusam­men­hang einer wert­schöp­fen­den Tätig­keit eines Logis­tik- oder Mon­ta­ge­pro­zes­ses genutzt wer­den. Wann genau eine Nut­zung mit Wert­schöp­fung erfolgt, bleibt unklar. Davon ist aber abhän­gig, wann und in wel­chen Umfang Gewer­be­steu­ern in die Kasse der Gemeinde Sas­sen­burg flie­ßen wer­den. Fest steht jetzt zumin­dest, dass dies viel spä­ter erfol­gen wird. Auf­grund des Miet­mo­dels, bei dem die Fa. Schnelle­cke der Ansprech- und Ver­trags­part­ner der Gemeinde Sas­sen­burg ist, kann de Gemeinde kei­nen Ein­fluss auf die Nut­zung der Halle durch den Mie­ter der Fa. Schnelle­cke nehmen. 

Im Worst-Case-Sze­na­rio blei­ben der Gemeinde Sas­sen­burg tat­säch­lich nur Ein­nah­men aus der Grund­steuer des Objekts und Gewer­be­steuer aus dem gewerb­li­chen Miet­ver­hält­nis zwi­schen Schnelle­cke und Volks­wa­gen. Trotz War­nun­gen, die mal wie­der igno­riert wor­den sind, dürf­ten mitt­ler­weile alle poli­ti­schen Grup­pie­run­gen in der har­ten Rea­li­tät ange­kom­men sein und Träume von Gewer­be­steu­er­ein­nah­men von meh­re­ren Mil­lio­nen Euro im Jahr end­gül­tig geplatzt sein. 

Auch ein Rück­fluss der noch zu umzu­set­zen­den Inves­ti­tion in die Infra­struk­tur, die Her­stel­lung der Erschlie­ßungs­straße, Aus­bau der "Feh­ring­straße" sowie die Ertüch­ti­gung der K93 mit Fahr­bahn­ver­brei­te­rung und Kreis­ver­kehrs­platz dürfte viel spä­ter ein­set­zen und viele län­ger dau­ern. Von der ursprüng­lich fest ange­peil­ten schwar­zen Null für die Gemeinde ist dar­aus mitt­ler­weile eine sie­ben­stel­lige rote Zahl von min. 1,5 bis 2 Mil­lio­nen Euro gewor­den. Auch auf­grund des noch durch­zu­füh­ren­den Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens ist mit einer Umset­zung für die K93 im Teil­ab­schnitt Gewer­be­ge­biet bis IGS-Schul­zen­trum erst im Jahr 2026 zu rechnen. 

Trotz des feuch­ten Wet­ters pünkt­lich fer­tig geworden

Zwei­ter Bau­ab­schnitt vor Umsetzung

Trotz wirt­schaft­lich zuneh­mend schwie­ri­ger Rah­men­be­din­gun­gen wird Fa. Schnelle­cke ver­mut­lich im Mai 2024 damit begin­nen, den zwei­ten Bau­ab­schnitt zu errich­ten. Geplant ist die Erwei­te­rung der bestehen­den Halle um einen Anbau mit einer Größe von rund 20.000 m² bei glei­cher Ausführung/Design. Eine Inbe­trieb­nahme durch den Mie­ter ist ab Mai 2025 vor­ge­se­hen. Wie die­ser Erwei­te­rungs­bau genutzt wird, ist noch offen. 

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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