Mittwoch, 22. Mai. 24
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Wes­ter­beck: Jetzt kommt doch der Tunnel

Die Pla­nung für die Sanie­rung der Wes­ter­be­cker Orts­durch­fahrt im Ver­lauf der L289 wird sofort gestoppt und bis auf unbe­stimmte Zeit ver­scho­ben. Meh­rere Gut­ach­ten zur Ver­kehrs­si­cher­heit und zum Lärm­schutz haben erge­ben, dass die erstellte Aus­bau­pla­nung, ins­be­son­dere der Fahr­bahn­ver­lauf in den S-Kur­ven in der Orts­mitte, nicht die erfor­der­li­chen Sicher­heits­stan­dards erfüllt und die Grenz­werte für Emis­sio­nen durch den Ver­kehrs­lärm schon jetzt weit über­schrit­ten wer­den. Die Erhö­hung der Ver­kehrs­zah­len durch den A39-Aus­bau ist noch nicht mit ein­ge­rech­net. Interne Audits der Stra­ßen­bau­be­hörde in Wol­fen­büt­tel haben die Ergeb­nisse der Gut­ach­ten bestätigt. 

Als Lösung schlägt die Stra­ßen­bau­be­hörde nun vor, mit einem Tun­nel die unfall­träch­tige Eng­stelle für den über­ört­li­chen Ver­kehr zu umge­hen. Die Idee ist nicht neu. Bereits 2015 hat­ten Stu­die­rende der Fach­hoch­schule in Wol­fen­büt­tel in einer Stu­di­en­ar­beit nach­ge­wie­sen, dass der Tun­nel­bau umge­setzt wer­den kann. Im süd­li­chen Bereich soll der Tun­nel kurz hin­ter der Ein­mün­dung zur K93 nach Tri­an­gel begin­nen und im nörd­li­chen Bereich unge­fähr auf Höhe der Kies­grube enden. An bei­den Ein- bzw. Aus­gän­gen soll eine Tren­nung bzw. Zusam­men­füh­rung des inner- und außer­ört­li­chen Ver­kehrs erfol­gen. Laut Stra­ßen­bau­be­hörde soll der Tun­nel min­des­tens 35 m unter der Ort­schaft durch­ge­führt wer­den, sodass für die Bestands­be­bau­ung kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen bestehen. 

Die Kos­ten für den rund 2,5 km lan­gen Tun­nel wer­den sich auf min­des­tens 12,5 Mil­lio­nen Euro belau­fen. Die Kos­ten­de­ckung soll zu 60 Pro­zent aus dem Auto­bahn­pro­jekt A39 erfol­gen. Der Rest­be­trag soll über eine Son­der­steuer durch alle Bürger:innen in der Sas­sen­burg erbracht wer­den. Mit einem Bau­be­ginn in Wes­ter­beck ist erst im Jahr 2028 zu rechnen.

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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