Aktion: Maß­nah­men gegen den Verkehrsinfakt

Nach unzäh­li­gen Gesprä­chen mit dem Land­kreis Gif­horn, der Stadt Wolfs­burg, der Poli­zei Gif­horn und der Lan­des­be­hörde für Stra­ßen­bau ist es uns gelun­gen, fol­gende Maß­nah­men gegen den Ver­kehrs­in­fakt kurz­fris­tig einzuleiten:

  • Die Bau­stel­len­am­pel in der Orts­durch­fahrt Osloß (B188) wird im Berufs­ver­kehr am Nach­mit­tag eine deut­lich län­gere Grün­phase Rich­tung Gif­horn anzeigen

  • Dar­über hin­aus soll am Don­ners­tag und Frei­tag (11./12. Juli) kom­plett auf eine Bau­stel­len­am­pel in der Orts­durch­fahrt Osloß ver­zich­tet werden

  • Die Stadt Wolfs­burg hat erneut eine Prü­fung zuge­sagt, inwie­weit die Sper­rung der Tan­gente (K114) für die zwei Wochen nach dem Betriebs­ur­laub von Volks­wa­gen abge­mil­dert wer­den kann. Dies könnte mit einer Bau­stel­len­am­pel über eine kurze Stre­cke oder mit einem Wech­sel­ver­kehr rea­li­siert werden

Bes­sere Pla­nung und Abstim­mung gefordert

Man muss es schon als fahr­läs­sig bezeich­nen, dass die ver­ant­wort­li­chen Pla­ner auf den drei wich­tigs­ten Pend­ler­stre­cken zwi­schen dem Land­kreis Gif­horn und der Stadt Wolfs­burg gleich­zei­tig Bau­stel­len ein­rich­ten und Sper­run­gen vor­neh­men. Unver­ständ­nis kommt dann auf, wenn Umlei­tungs­stre­cken für gesperrte Stra­ßen in wei­tere Bau­stel­len der auch ohne Umlei­tungs­ver­kehr über­las­te­ten Stre­cken geführt wer­den. Im zwei­ten Jahr in Folge herrscht damit ein ver­kehrs­tech­ni­scher Ausnahmezustand. 

In den Gesprä­chen wurde auch deut­lich, dass noch ein erheb­li­cher Nach­hol­be­darf bei der Abstim­mung und Pla­nung zwi­schen den ein­zel­nen Behör­den der Bau­maß­nah­men besteht. Es ist für unsere Wäh­ler­ge­mein­schaft nicht akzep­ta­bel, dass Pend­ler, z.B. aus der Gemeinde Sas­sen­burg, rund eine Stunde Frei­zeit auf den völ­lig ver­stopf­ten Stra­ßen verlieren. 

Infra­struk­tur wächst nicht mit

Die aktu­elle Ver­kehrs­lage zeigt auch deut­lich die Schwach­stel­len der Infra­struk­tur im Land­kreis Gif­horn auf. Durch das starke Wachs­tum der Stadt Gif­horn und den umlie­gen­den Gemein­den, wel­che neue Bau­ge­biete im Rekord­tempo erschlie­ßen, ist die ver­nach­läs­sigte Infra­struk­tur schon seit gerau­mer Zeit an ihre Aus­las­tungs­gren­zen gesto­ßen. Fällt dann eine Ver­bin­dung aus, ent­steht sofort ein Verkehrsinfakt.

Längst über­fäl­lig ist ein neues Ver­kehrs­kon­zept, um ins­be­son­dere den Berufs­ver­kehr neu zu ordnen.