Montag, 15. Apr. 24
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Ent­steht in Tri­an­gel ein "Gesund­heits­park"?

Alle Plätze waren in der Sit­zung des Tri­an­ge­ler Orts­ra­tes besetzt. Ein beson­de­res High­light der Sit­zung war die Vor­stel­lung des Pro­jekt­ent­wick­lers "codex+Senact" über mög­li­che Ent­wick­lungs­pläne der "Bock´schen Villa" in Tri­an­gel. Das park­ähn­li­che Grund­stück ent­wi­ckelt sich lang­sam aber sicher zu einem Schand­fleck in der Ort­schaft und sollte daher für eine Nach­nut­zung beplant wer­den. Die ursprüng­lich geplante Wohn­an­lage für "Betreu­tes Woh­nen" wurde verworfen. 

Nach der Vor­stel­lung des Pla­ners soll auf dem rund 32.000 m² gro­ßen Grund­stück ein "Akti­ver Gesund­heits­park" mit einem Wohn­park für ältere Ärzte, die dort ihren Lebens­abend ver­brin­gen, aber auch noch etwas prak­ti­zie­ren wol­len, ent­ste­hen. Dazu soll ein medi­zi­ni­sches Ver­sor­gungs­zen­trum (MVZ) in der der­zei­ti­gen Villa und einem mehr­ge­schos­si­gen Anbau für alle Bür­ger der Gemeinde Sas­sen­burg in das Areal intri­giert wer­den. Geplant ist auch ein gro­ßes Phy­sio­the­ra­pie­zen­trum mit gro­ßem Bewe­gungs­bad. Das vor­han­dene Schwimm­bad für den eher pri­va­ten Gebrauch soll abge­ris­sen werden.

21 Wohn­ein­hei­ten vorgesehen

In dem Wohn­park, einer Art Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, sol­len 21 Wohn­ein­hei­ten auf zwei Ebe­nen ent­ste­hen. Die Wohn­flä­che der modern gestal­te­ten Rei­hen­häu­ser soll zwi­schen 120 - 160 m² lie­gen. Der Kauf­preis soll ab 360.000 Euro beginnen. 

Ein­kau­fen kön­nen sich aus­schließ­lich prak­ti­zie­rende Medi­zi­ner, sodass das Ein­zugs­ge­biet weit über den Land­kreis Gif­horn hin­aus gehen würde. Und das ist ein gro­ßes Manko des Pro­jekts. Der Wohn­park ist durch die Fest­le­gung auf die Berufs­gruppe Medi­zi­ner nicht zugäng­lich für die älte­ren Bür­ger der Gemeinde Sas­sen­burg. Mehr Wohn­raum für alters­ge­rech­tes Woh­nen ent­steht durch das Pro­jekt nicht wirklich. 

Win-win-Situa­tion?

Unter bestimm­ten Umstän­den könnte ein MVZ Gewer­be­steu­er­ein­nah­men für die klamme Gemein­de­kasse gene­rie­ren und die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung für die Bür­ger nach­hal­tig ver­bes­sern. Es könnte eine Win-win-Situa­tion für die Bür­ger, die Gemeinde und den Inves­tor ent­ste­hen. Die Pla­nun­gen ste­hen noch ganz am Anfang und sind nach dem aktu­el­len Stand der Orts­pla­nung nicht zuläs­sig. Der SPD-Orts­rat hat jeden­falls beschlos­sen, dass die Gemeinde das Pro­jekt bau­pla­nungs­recht­lich wei­ter in Rich­tung eines B-Pla­nes ver­fol­gen soll. Mal schauen, wie es nach der Kom­mu­nal­wahl wei­ter­geht… Auf jeden Fall for­dern wir die früh­zei­tige Ein­bin­dung der umlie­gen­den Anwoh­ner und Trans­pa­renz. Trans­pa­renz schafft gegen­sei­tige Akzeptanz!

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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