B-Plan ohne Debatte im Eil­tempo beschlossen

Inner­halb von 5 Minu­ten hat der Tri­an­ge­ler SPD-Orts­rat den Bebau­ungs­plan (B-Plan) für das neue Quar­tier "Am Holz­platz" in der Sas­sen­bur­ger Ort­schaft Tri­an­gel bera­ten und beschlos­sen. Ohne jeg­li­che inhalt­li­che Bera­tung des B-Pla­nes! Ohne jeg­li­che Bera­tung der Rege­lun­gen des B-Pla­nes! Ohne auch nur ein ein­zi­ges Wort zu sagen! Ohne Wohn­raum für junge Men­schen zu schaf­fen! Ohne ein neues Zen­trum für die Ort­schaft zu schaf­fen und Gewer­be­be­trie­ben eine Mög­lich­keit zur Ansie­de­lung zu bieten. 

Der SPD-Orts­rat macht es sich zu ein­fach - viel zu ein­fach, denn es geht um die Orts­ent­wick­lung für die nächs­ten Genera­tio­nen! Die Teil­nahms­lo­sig­keit der Orts­rats­mit­glie­der lässt dar­auf schlie­ßen, dass sich kei­ner der Drei den B-Plan ange­schaut und die Fol­gen der Fest­set­zung bewer­tet hat oder bewer­ten hat kön­nen. Gut, dass auch die­ser B- Plan noch im Bau­aus­schuss am 16. Juni 2021 bera­ten wird. Wir wer­den eine fach­li­che, inhalt­li­che und den­noch sach­li­che Debatte sicherstellen. 

Bau­trä­ger­bin­dung soll kommen

Für die größte Schock­nach­richt sorgte Ver­wal­tungs­chef Arms wäh­rend der Sit­zung. Dabei spielt nicht mal eine Rolle, dass das neue Bau­ge­biet für junge Men­schen und Fami­lien nicht zugäng­lich sein wird. Für die zum Teil nur bis zu 400 m² gro­ßen Grund­stü­cke soll eine Bau­trä­ger­bin­dung vor­ge­se­hen wer­den. Dadurch kann der Inves­tor nach Belie­ben die Preise bestim­men und die Bebau­ung für sei­nen Gewinn maxi­mie­ren. Das Geschäfts­mo­dell ist ver­gleich­bar mit der Situa­tion im Wochen­end­haus­ge­biet am Bern­stein­see, wo für ein Groß­teil der Grund­stü­cke eben­falls eine Bau­trä­ger­bin­dung (Fa. Dietze als Gesell­schaft der Eigen­tü­mer des Gelän­des) besteht. 

Im B-Plan ist bereits der Zuschnitt der Flä­chen auf bestimmte Inves­to­ren ein­deu­tig erkenn­bar. Wie­der las­sen sich Herr Arms und der Orts­rat durch Inves­to­ren lei­ten, die die Pla­nin­halte und das Ver­mark­tungs­mo­dell selbst bestim­men dür­fen. Das vor­ge­se­hene Kon­zept ist eine Geld­druck­ma­schine für den Inves­tor / Bau­trä­ger, das den Bür­gern das Geld aus der Tasche zieht. Damit die Gewinne voll­stän­dig in der Gemeinde blei­ben, for­dern wir mit unse­rem Wahl-PRO­gramm die "Selbst­ver­mark­tung". Ist das Pro­jekt eine Art "Gol­de­ner Hand­schlag" für Herrn Arms zum hof­fent­lich dem­nächst ein­tre­ten­den Ende sei­ner Dienstzeit? 

Ver­si­cke­rung problematisch

In der Ein­woh­ner­fra­ge­stunde wurde von einem Ein­woh­ner sach­lich gut begrün­det, auf eige­nen Erfah­run­gen basie­rend, dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die vor­ge­se­hene Ver­si­cke­rung des Nie­der­schlags­was­sers große Pro­bleme ver­ur­sa­chen könnte. 

Das Gut­ach­ten zur Bau­grund­un­ter­su­chung wurde in einer Peri­ode von extre­mer Tro­cken­heit im Jahr 2019 durch­ge­führt und stellt dadurch die tat­säch­li­che Fähig­keit des Bodens zur Was­ser­auf­nahme falsch dar. Auf fast allen Flä­chen um Tri­an­gel herum ist zu beob­ach­ten, dass auf die­sen in der regen­rei­che­ren Zeit das Was­ser auf der Ober­flä­che ste­hen bleibt.