Dienstag, 23. Apr. 24
Beiträge/ThemenGemeindeGrußendorf

War das ein Bekennt­nis für den Schulkindergarten?

Keine Redu­zie­rung der Kin­der- und Schul­be­treu­ung mit der Wäh­ler­ge­mein­schaft B.I.G.! Das ist und bleibt die Kern­aus­sage unse­res poli­ti­schen Han­delns im Rat der Gemeinde Sas­sen­burg. Dem Gemein­de­rat, und damit auch den CDU- und SPD-Frak­tionen, in sei­ner Sit­zung am 28. Sep­tem­ber 2023 eine feste Zusage für den Fort­be­stand des Schul­kin­der­gar­tens an der Gru­ßen­dor­fer Her­man-Löns-Schule gemäß unse­rem Ände­rungs­an­trag abzu­rin­gen, ist geschei­tert. Mit gro­ßer Mehr­heit wurde statt­des­sen beschlos­sen, dass die zumin­dest tem­po­räre Schlie­ßung des Schul­kin­der­gar­tens als Option wei­ter­hin ver­folgt wer­den kann. Gesprä­che mit Eltern, The­ra­peu­ten der Kin­der und der Schul­lei­tung haben uns ein­deu­tig auf­ge­zeigt, dass dies als Option aus­ge­schlos­sen wer­den muss. 

Im Wahl­kampf zur Kom­mu­nal­wahl 2021 haben sich alle Par­teien für den Aus­bau der Kin­der- und Schul­be­treu­ung aus­ge­spro­chen, han­deln jetzt aber genau anders. Dies ist beson­ders ver­wun­der­lich, da die Gemein­de­ver­wal­tung erst­mals gegen bis­he­rige Aus­sa­gen ein­ge­räumt hat, dass zum Beginn des Schul­jah­res 2024/25 defi­ni­tiv zwei Klas­sen ein­ge­schult wer­den müs­sen. Damit wird sicher ein wei­te­rer Klas­sen­raum an der Gru­ßen­dor­fer Grund­schule benö­tigt. Als letzte Option bleibt, da alle ande­ren (Fach-)Räume bereits in Klas­sen­räume umge­wan­delt wur­den, im Prin­zip nur noch die ver­mut­lich dau­er­hafte Auf­gabe des Schul­kin­der­gar­tens. Dem ein­zi­gen Schul­kin­der­gar­ten in der gan­zen Region!

In den bis­he­ri­gen Bera­tun­gen im Schul- und Ver­wal­tungs­aus­schuss wur­den von der Gemein­de­ver­wal­tung auch noch fal­sche Zah­len vor­ge­legt. Statt 35 Kin­dern wer­den ver­mut­lich sogar im nächs­ten Schul­jahr 41 Kin­der in der Gru­ßen­dor­fer Grund­schule ein­ge­schult. Diese tei­len sich wie folgt auf : 15 Schüler:innen aus Stüde und 26 Schüler:innen aus Gru­ßen­dorf. Opti­male Vor­aus­set­zun­gen für eine räum­li­che Tren­nung mit kur­zen Wegen. Diese wäre aus päd­ago­gi­scher und sozia­ler Sicht nicht schön, aber trotz­dem eine mach­bare Alternative. 

Unser Frak­ti­ons­spre­cher Andreas Kau­t­zsch betonte noch ein­mal, dass die Situa­tion mit feh­len­den Raum­ka­pa­zi­tä­ten der Poli­tik seit vie­len Jah­ren bekannt ist und dies mit Vor­satz von CDU und SPD igno­riert wurde und sogar wei­ter­hin igno­riert wird. Die Lage an unse­ren Grund­schule ist unan­ge­mes­sen und hat gar nichts mit der mög­li­chen Ein­füh­rung der Ganz­tag­schule zu tun. Die Gemeinde ist in den letz­ten Jah­ren stark gewach­sen. Unsere Infra­struk­tur erfüllt weder in der Kin­der- noch in der Schul­be­treu­ung den Bedarf und die Ansprüche. 

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

error: Der Inhalt ist urheberlich geschützt