Montag, 20. Mai. 24
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Kos­ten­schock - Kreis­ver­kehrs­platz fast vier­mal so teuer

Der geplante Kreis­ver­kehrs­platz am Kno­ten­punkt der L289 / K93 vor dem IGS-Schul­zen­trum Sas­sen­burg soll nach aktu­el­len Berech­nun­gen fast vier­mal so teuer wer­den. Die Kos­ten sol­len von ursprüng­lich 300.000 Euro auf über 1,1 Mil­lio­nen Euro laut dem Haus­hal­t­ent­wurf der Ver­wal­tung anstei­gen. Gründe für die extreme Kos­ten­stei­ge­rung sind Anfor­de­run­gen des Land­krei­ses Gif­horn zur Lage des Fuß-/Rad­we­ges vor dem Schul­zen­trum, eine opti­mierte Stre­cken­füh­rung der K93 und eine neue Lage des Mit­tel­punk­tes des Kreis­ver­kehrs­plat­zes selbst. Hinzu gekom­men sind auch Kos­ten, den Kreis­ver­kehrs­platz zukunfts­fä­hig, sprich aus­bau­fä­hig, zu gestalten.

Sinn machen die Ände­run­gen schon, die höhe­ren Kos­ten belas­ten trotz einer mög­li­chen För­de­rung den ange­spann­ten Haus­halt der Gemeinde zusätz­lich. Die Kal­ku­la­tion für das Gewer­be­ge­biet rutscht dadurch end­gül­tig in die "Roten Zah­len". Der Kreis­ver­kehrs­platz sowie der Aus­bau der K93 ste­hen in direk­tem Zusam­men­hang mit der Ansied­lung des Mon­tage- und Logis­tik­zen­trums. Die Errich­tung einer Ampel­an­lage mit geschätz­ten Kos­ten von 1,3 Mil­lio­nen Euro ist end­gül­tig als Alter­na­tive ausgeschieden. 

Rou­ten­ver­lauf wei­ter unbestätigt

In der letz­ten Sit­zung des Dan­nen­büt­te­ler Orts­ra­tes wurde noch ein­mal berich­tet, dass es trotz mehr­fa­cher Auf­for­de­rung an Inves­tor Schnelle­cke und Betrei­ber, Volks­wa­gen Group Com­pon­ents - Werk Braun­schweig, wei­ter­hin keine schrift­li­che Bestä­ti­gung zum Rou­ten­ver­lauf des Schwer­last­ver­kehrs gibt. 

Es muss daher nach wie vor befürch­tet wer­den, dass der Schwer­last­ver­kehr zwi­schen dem Mon­tage- und Logis­tik­zen­trum und dem Werk Wolfs­burg über die Route B188 durch die Ort­schaf­ten Dan­nen­büt­tel und Osloß fährt. Rea­lis­tisch betrach­tet wird in der hart umkämpf­ten Zulie­fer­bran­che nie­mand frei­wil­lig eine län­gere und zeit­in­ten­si­vere Route über die K114 bevor­zu­gen. Schon gar nicht, wenn es kei­ner­lei recht­li­che oder ver­trag­li­che Ver­pflich­tung dazu gibt. Wei­ter­hin Hoff­nun­gen in die Bevöl­ke­rung zu streuen, ist naive Augen­wi­sche­rei.

Inves­tor Schnelle­cke hatte selbst im Bau­aus­schuss Zwei­fel an der Rich­tig­keit der Ver­kehrs­gut­ach­ten ange­mel­det. Trotz ein­dring­li­cher Mah­nun­gen unse­rer­seits, die Ver­kehrs­gut­ach­ten zu über­ar­bei­ten, wur­den diese offen­sicht­li­chen Feh­ler poli­tisch akzeptiert. 

Bild­nach­weis © B.I.G.-Sassenburg

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