Lösungs­su­che für neue Poststelle

In immer mehr Ort­schaf­ten gibt es keine Post­fi­liale mehr. Davon ist seit dem 15. April 2021 auch die Sas­sen­bur­ger Ort­schaft Gru­ßen­dorf betrof­fen. Durch die Schlie­ßung des orts­an­säs­si­gen Geträn­ke­mark­tes wurde eben­falls die Post­fi­liale geschlossen.

Die Deut­sche Post ist ver­trag­lich ver­pflich­tet, in Ort­schaf­ten mit mehr als 2000 Ein­woh­nern eine Post­stelle zu betrei­ben. Gru­ßen­dorf über­schrei­tet diese Grenze mit 2059 Ein­woh­nern (Stand April 2021) knapp, aber zum Ein­zugs­ge­biet könn­ten auch die Ort­schaf­ten Stüde, Ehra-Les­sin und Bar­we­del gehö­ren, die selbst auch über keine Post­fi­liale verfügen. 

Zwi­schen­zeit­lich ließ die Deut­sche Post meh­rere schrift­li­che sowie tele­fo­ni­sche Anfra­gen unse­rer Wäh­ler­ge­mein­schaft mit Lösungs­an­sät­zen unbe­ant­wor­tet. Es zeigt sich deut­lich, wie groß das Inter­esse bzw. der Lei­dens­druck der Deut­schen Post ist, eine schnelle Lösung zu finden. 

Lei­der bleibt den Ein­woh­nern von Gru­ßen­dorf und Stüde mit­tel­fris­tig keine andere Option, als zur Erle­di­gung der Post­ge­schäfte ins durch­schnitt­lich 12 km ent­fernte Tri­an­gel zu fah­ren. Eine gute Nah­ver­sor­gung mit kur­zen Wegen, ins­be­son­dere im länd­li­chen Raum, ist eigent­lich leicht umzu­set­zen­der Umwelt­schutz. 12 km mit dem Fahr­rad ohne ein ent­spre­chen­des Rad­we­ge­netz wird nie­mand auf sich nehmen. 

Bild­nach­weis: © B.I.G.-Sassenburg