Kita Gru­ßen­dorf: Pla­nungs­auf­trag völ­lig über­teu­ert ver­ge­ben

Wäh­rend ein 40.000 Euro Zuschuss für die Feu­er­weh­ren eine große Dis­kus­sion in der Sit­zung des Gemein­de­ra­tes aus­ge­löst hat, stellt der Gemein­de­rat völ­lig beden­ken­los außer­plan­mä­ßig Mit­tel für einen Pla­nungs­auf­trag zur Ver­fü­gung, der in glei­cher Höhe über­teu­ert ist.

Ohne jeg­li­che Aus­schrei­bung oder Kos­ten­ver­glei­che hatte der Ver­wal­tungs­aus­schuss die ers­ten Grob­pla­nun­gen für eine wei­tere Erwei­te­rung der Kita Gru­ßen­dorf für rund 80.000 Euro an ein Pla­nungs­büro ver­ge­ben. Ange­mes­sen wäre höchs­tens ein Betrag von 35.000 Euro ent­spre­chend der Bau­kos­ten (Basis Kita Dan­n­em­büt­tel) der Erwei­te­rung gewe­sen. Der jet­zige Auf­trag von 80.000 Euro würde Bau­kos­ten in Höhe zwi­schen 12 und 13 Mil­lio­nen Euro ent­spre­chen. Um den Auf­trags­wert bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, betra­gen die Kos­ten für den Neu­bau der Kita Dan­nen­büt­tel mit 4/5 Grup­pen­räu­men ca. 4 Mil­lio­nen Euro. Für die Erwei­te­rung in Gru­ßen­dorf sind nur drei Grup­pen­räume vor­ge­se­hen.

Inter­es­sen­kon­flikt zwi­schen Gemeinde und Inves­tor

Hinzu kommt, dass die Gemeinde den völ­lig über­teu­er­ten Auf­trag an das glei­che Pla­nungs­büro ver­ge­ben hat, das auch für die Inves­to­ren­gruppe um die Betrei­ber des Bern­stein­see tätig ist. Da kaum eine Tren­nung zwi­schen den Tätig­kei­ten mög­lich ist, wel­che von der Gemeinde oder dem Inves­tor durch­zu­füh­ren sind, pro­fi­tiert der Inves­tor von dem Auf­trag mit.

Wie­der ein­mal ein "Deal" von Bür­ger­meis­ter Arms zu Guns­ten sei­ner "guten Freun­den" vom Bern­stein­see. Arms kom­men­tierte unse­ren sach­li­chen Vor­trag zu einem mög­li­chen Inter­es­sen­kon­flikt als „Völ­li­ger Schwach­sinn!“. Seine bekannte Art und Reak­tion, wenn wir Tat­sa­chen anspre­chen…

Keine Zusam­men­ar­beit mit dem Inves­tor

Auf­grund der lee­ren Gemein­de­kasse ist es beab­sich­tigt, dass der/ein Inves­tor die Erwei­te­rung der Kin­der­ta­ges­stätte Gru­ßen­dorf baut. Die Gemeinde würde die Räum­lich­kei­ten dann lang­fris­tig mie­ten.

Grund­sätz­lich würde gegen ein "Inves­tor-Modell" auf­grund der finan­zi­el­len Lage der Gemeinde nichts spre­chen, weil dadurch keine wei­te­ren Kre­dite zur Finan­zie­rung eines Neu­baus auf­ge­nom­men wer­den müs­sen. Da der Inves­tor aber mit­ver­ant­wort­lich für die Ent­wick­lung am Bern­stein­see ist, sollte mit die­sem keine lang­fris­tige Geschäfts­be­zie­hung ein­ge­gan­gen wer­den.

Bild­nach­weis: ©B.I.G.-Sassenburg