Bau­ge­biet "Am Holz­platz" in Tri­an­gel: Wie geht es weiter?

Wie geht es mit dem neuen Bau­ge­biet "Am Holz­platz" in Tri­an­gel wei­ter? Das sol­len der Tri­an­ge­ler Orts­rat und der Bau- und Umwelt­aus­schuss in einer gemein­sa­men öffent­li­chen Sit­zung am Diens­tag, den 28. April 2020 um 18 Uhr in der Sport- und Frei­zeit­stätte entscheiden. 

Teil­neh­mer­zahl begrenzt

Auf­grund der Restrik­tio­nen zum Schutz gegen eine Infek­tion mit dem "Corona-Virus" dür­fen auf Wei­sung der Gemein­de­ver­wal­tung nur maxi­mal 18 Zuhö­rer die Sit­zung ver­fol­gen. Zuhö­rer müs­sen sich für eine Teil­nahme tele­fo­nisch in der Gemein­de­ver­wal­tung eine "Ein­tritts­karte" reservieren.

Das Ver­fah­ren hin­ter­lässt Zwei­fel, ob durch das Reser­vie­rungs­ver­fah­ren die erfor­der­li­che Öffent­lich­keit her­ge­stellt wird, falls mehr Bür­ger Inter­esse an der Teil­nahme der Sit­zung haben. Es hätte schließ­lich ein ande­rer Sit­zungs­ort gewählt wer­den kön­nen, in dem unter Ein­hal­tung der Abstands­regs­lun­gen mehr Zuhö­rer teil­neh­men hät­ten könn­ten. Auf jeden Fall ist das Ver­fah­ren geeig­net, umstrit­tene Pläne unter einer gerin­gen öffent­li­chen Wahr­neh­mung zu beschließen. 

Bera­tun­gen wie­der auf Vor­schlag eines Investors 

Obwohl in der Sit­zung des Bau­aus­schus­ses im Okto­ber 2019 ver­ein­bart wurde, die Fest­set­zun­gen des Bebau­ungs­pla­nes wegen schlech­ter Sit­zungs­vor­be­rei­tung der Mit­glie­der aus der SPD/CDU-Mehr­heits­gruppe erneut in den Frak­tion zu bera­ten, zau­bert jetzt die Ver­wal­tung ohne jeg­li­che poli­ti­sche Beauf­tra­gung fer­tige Pläne (Bei­trags­bild) aus dem Hut.

Wie­der soll die Poli­tik von den Vor­ga­ben eines Inves­tors gelei­tet wer­den, ohne selbst von Anfang an die Rah­men­be­din­gun­gen eigen­stän­dig fest­zu­set­zen. Auf Vor­schlag der Gemein­de­ver­wal­tung sol­len große zwei­ge­schos­sige Wohn­blö­cke mit Flach­dach und mit einer hohen Bebau­ungs- und Flä­chen­ver­sie­ge­lungs­qoute geneh­migt wer­den. Fügen sich sol­che Objekte in ein dörf­li­ches Orts­bild ein? Hat der Bür­ger­meis­ter schon einen Deal gemacht?

Viel mehr ent­schei­dend ist noch, wel­che Nut­zung ent­spre­chend dem Bedarf fest­ge­legt wer­den soll. Bis­her geplan­tes "Senio­ren-Woh­nen" ent­puppte sich bei genauem Hin­se­hen als Bau­ten mit nor­ma­len zeit­ge­mä­ßen (bar­rie­re­freien) Woh­nun­gen - nur anders verpackt.

Erwei­te­rung der Tagesordnung 

Unsere Frak­tion wird die Erwei­te­rung der Tages­ord­nung zur öffent­li­chen Bera­tung einer erfor­der­li­chen gemeind­li­chen Zustim­mung zu einem Bau­an­trag für ein Mehr­fa­mi­li­en­haus mit 8 Wohn­ein­hei­ten und 16 Stell­plät­zen in Wes­ter­beck beantragen.

Wir sehen die grund­sätz­li­che Not­wen­dig­keit, große orts­bild­prä­gende Bau­vor­ha­ben mit einer hohen Flä­chen­ver­sie­ge­lung von 73% trans­pa­rent und öffent­lich in den poli­ti­schen Gre­mien zu beraten. 

Bild­nach­weis: Screen­shot von Pla­nungs­un­ter­la­gen der Gemeinde Sassenburg