Neues Quar­tier in Grußendorf

In der Sas­sen­bur­ger Ort­schaft Gru­ßen­dorf soll an der "Stein­gar­ten­straße" ein neues Quar­tier ent­ste­hen. Ein Inves­tor plant auf dem rund 12.000 m² gro­ßen Grund­stück fünf Dop­pel­häu­ser, zwei große Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, eine Senio­ren­wohn­an­lage sowie eine Kin­der­ta­ges­stätte zu bauen. Ein Bera­tung erfolgt am 20.01.2019 im Orts­rat Grußendorf. 

Inves­tor bestimmt die Neuplanung

Trotz äußerst nega­ti­ver Erfah­run­gen treibt und bestimmt erneut ein Inves­tor die Pla­nun­gen, der diese natür­lich auf eine mög­lichst hohe Gewinn­ab­schöp­fung aus­legt. Eigent­lich ist die Poli­tik gefor­dert dem Inves­tor klare Vor­ga­ben zu machen, damit sich die neue Bebau­ung gut in das Orts­bild ein­fügt.

In dem erst­ma­lig im Ver­wal­tungs­aus­schuss am 21.11.2019 vor­ge­stell­ten Ent­wurf sehen wir fol­gen­des Diskussionspotential:

  • Zwei­ge­schos­sige Bau­weise
    Die Bau­weise im Bau­ge­biet in Dan­nen­büt­tel hat gezeigt, dass sich große Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser oder auch eine große Senio­ren­wohn­an­lage mit einem opti­schen Erschei­nungs­bild von drei Geschos­sen nicht in das dörf­li­che Erschei­nungs­bild ein­fü­gen. Im Umfeld des neuen Quar­tiers befin­den sind haupt­säch­lich ein­ge­schos­sige Wohn­häu­ser, an deren Bau­stil sich die bestehende Schule und Kita anpassen.
  • Hohe Ver­sie­ge­lung und zu wenig Park­plätze
    Auch durch einen hohen Ver­sie­ge­lungs- und Bebau­ungs­grad geht der dörf­li­che Cha­rak­ter ver­lo­ren. Trotz­dem feh­len Park­plätze für die Kin­der­ta­ges­stätte und die Mehrfamilienhäuser. 
  • Erschlie­ßungs­straße 
    Die pri­vate Erschlie­ßungs­straße soll nicht öffent­lich zugäng­lich sein. Bei­spiels­weise müss­ten die Müll­be­häl­ter von den Dop­pel- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern an der "Stein­gar­ten­straße" bereit­ge­stellt wer­den. Fer­ner haben sich "Pri­vat­straße und -wege" in der Pra­xis nicht nicht bewährt. 

Inves­tor soll Kin­der­ta­ges­stätte bauen

Auf­grund der lee­ren Gemein­de­kasse ist es beab­sich­tigt, dass der Inves­tor auf dem Gelände auch eine Kin­der­ta­ges­stätte zur Erwei­te­rung der gegen­über bestehen­den Räum­lich­kei­ten baut. Die Gemeinde würde die Räum­lich­kei­ten dann lang­fris­tig mie­ten.

Grund­sätz­lich würde gegen ein "Inves­tor-Modell" auf­grund der finan­zi­el­len Lage der Gemeinde nichts spre­chen, weil dadurch keine wei­te­ren Kre­dite zur Finan­zie­rung eines Neu­baus auf­ge­nom­men wer­den müs­sen. Da der Inves­tor aber mit­ver­ant­wort­lich für die Ent­wick­lung am Bern­stein­see ist, sollte mit die­sem keine lang­fris­tige Geschäfts­be­zie­hung ein­ge­gan­gen werden. 

Bild­nach­weis: Gemeinde Sassenburg